23.09.2018
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Pioniere sorgen für Badespaß

Vergangene Woche stand St. Ulrich im Zeichen des Bundesheeres. Die Pioniere der technischen Pionierkompanie aus Salzburg errichteten drei Badestege.

St. Ulrich | „Mit dem Bau dieser drei Stege erfüllen wir uns St. Ulrichern einen ganz großen Wunsch“, strahlte Bürgermeisterin Brigitte Lackner vergangene Woche bei einem Lokalaugenschein auf der Baustelle.

An drei Stellen haben rund 25 Soldaten, darunter auch zwei Frauen, drei Badestege aus Holz errichtet. Nach einigen Tagen Vorbereitung eine Woche zuvor – es mussten natürlich die Maschinen nach St. Ulrich gebracht werden – waren die Stege selbst innerhalb von vier Tagen fix und fertig.

„Wir haben zwei Stege in der Größe von fünf mal fünf Metern sowie einen in der Größe von 2,50 mal 10 Metern errichtet“, schildert Hauptmann Ale­xander Placzek, der den Trupp befehligte.

„Es gab bisher keine solchen Badestege am Pillersee, nur ganz früher mal einen bei einem Gasthaus. Diese sind jetzt so gebaut, dass man rein springen kann und sofort im tiefen Wasser landet“, freut sich Lackner. An drei verschiedenen Stellen, einer auf der Straßenseite, die zwei anderen auf der Bergseite, wurde gebaut. „Der Kontakt zum Bundesheer kam dank Oberst Thomas Abfalter, der ja in St. Ulrich wohnt, zustande“, klärt Lackner auf.

20-Tonnen-Ladefähre

Was für die St. Ulricher die Erfüllung eines langgehegten Wunsches ist, ist für die Pioniere eine gute Übung. Die Soldaten, die am Pillersee im Einsatz waren, kommen von der technischen Pionierkompanie, Pionierbataillon 2, in Salzburg. „Während der Woche, die wir hier verbringen, sind wir am Truppenübungsplatz Hochfilzen untergebracht“, schildert Hauptmann Placzek. Die Hochfilzner gehören ja zum Militärkommando Salzburg.

Was so einfach aussieht, ist tatsächlich eine Herausforderung. „Wir haben eine 20-Tonnen Ladefähre nach St. Ulrich mitgebracht“, erklärt der Hauptmann. Damit wurde ein zehn Tonnen schwerer Bagger über den See transportiert, mit dessen Hilfe 18 Piloten in den Seeboden gerammt wurden. Erst dann konnten die Soldaten die Stege überhaupt errichten. Mit einem Mehrzweckboot fuhr der Hauptmann dann nicht nur von Baustelle zu Baustelle, auch Material wurde damit geliefert. Das Holz wurde von der Gemeinde gestellt.

Dass das Projekt nicht noch vor dem Sommer realisiert werden konnte, ist ein Wermuts­tropfen, doch die ganz Mutigen werden die Stege möglicherweise doch noch heuer einweihen. Margret Klausner

Bild: Bürgermeisterin Brigitte Lackner mit Hauptmann Alexander Placzek beim Lokalaugenschein am Pillersee: 25 Pioniere, darunter auch zwei Frauen, waren eine Woche in St. Ulrich im Einsatz, um die drei Stege aus Holz zu bauen. Foto: Klausner

 
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