25.08.2020
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Petition gegen Gewerbeflächen

Die Stadtgemeinde Kitzbühel kaufte in Gund­habing 27.170 Quadratmeter Grund an, davon sollen 12.000 Quadratmeter als Gewerbegebiet genutzt werden. Eine Online-Petition spricht sich nun gegen das Gewerbegebiet aus und wünscht, dass die Fläche für Wohnbau genutzt wird.

Kitzbühel | Mit einem mehrheitlichen Beschluss sprach sich am 8. Juni der Kitzbüheler Gemeinderat für den Ankauf eines Grundstückes aus. 12.000 der insgesamt 27.170 Quadratmeter sollen als Gewerbegebiet genutzt werden, weitere 2000 Quadratmeter stehen für den sozialen Wohnbau zur Verfügung. Wie schon in der Gemeinderatssitzung befürchtet,  werden nun die ersten Stimmen des Protestes laut. Eine Gruppe, welche sich „Engagierte Kitzbüheler“ nennt, hat die Online-Petition „Kitzbüheler Ortseinfahrt schützen – Wohngebiet statt Gewerbe­gebiet“ ins Leben gerufen. Bis Montag Abend haben 206 Personen ihre Unterstützung für den Wunsch nach einem Wohngebiet, anstelle der Gewerbeflächen kundgetan.

Petition wurde noch nicht eingereicht
„Eine Petition ist in der Gemeinde bisher nicht eingelangt. Grundsätzlich ist zu sagen, dass Unterschriftenaktionen oft ins Blaue gemacht werden und von Personen ohne detaillierte Kenntnisse der Materie unterschrieben werden. Dass es sich in Gundhabing um einen sensiblen Bereich handelt, ist bekannt und dementsprechend wird ein Projekt aussehen müssen, unabhängig davon ob es sich um Gewerbe oder Wohnen handelt. Eine geordnete Architektur ist deshalb Grundvoraussetzung.  Die Nachfrage und der Bedarf an Gewerbeflächen ist in Kitzbühel riesengroß, weshalb eine zukünftige Stadtentwicklung an diesem Thema nicht vorbeikommt. Ich freue mich, dass eine derartig große Grundfläche für die Stadt Kitzbühel erworben werden konnte. Wir setzen damit einen weiteren Meilenstein in der Entwicklung unserer Stadt. In Sachen Einheimischen-Wohnbau braucht aber keine Sorge aufkommen, da wir weiterhin unser Erfolgsmodell ‚leistbares Wohnen‘ auch in den nächsten Jahren fortsetzen werden“, kommentiert Bürgermeister Klaus Winkler die Online-Petition.

Entscheidend bei der Bebauung ist aber die Architektur – egal ob es sich um den Wohnbau oder ein Gewerbegebiet handelt. „Ein blankes Gewerbegebiet mit Hallen wird hier sicher nicht entstehen“, versichert der Bürgermeister. Durch die Stadtgemeinde wird eine Selektion der Branchen erfolgen. „Wir wollen hier arbeitsplatz­intensive Betriebe ansiedeln, um Arbeitsplätze zu schaffen und nicht jene Firmen ansiedeln, die viel Platz verbrauchen und wenig Arbeitsplätze bieten“, sagt Winkler, der den Grunderwerb als große Zukunftschance für die Gamsstadt sieht.
Für die Planung und Parzellierung des Gewerbegebietes will man zudem Fachleute einbinden, um die bestmögliche Lösung für die Stadt Kitzbühel zu finden. „Es braucht eine sensible Projektierung in diesem Bereich und wir werden mit den entsprechenden Fachleuten zusammenarbeiten“, versichert Bürgermeister Winkler, der auch von einem großen Interessen an den Gewerbeflächen spricht.

Einheimischengründe am Hausstattfeld
Die Stadtgemeinde Kitzbühel ist auch weiterhin wohnbauoffensiv. Die Erschließung des Hausstattfeldes mit der gesamten Infrastruktur wie Straße, Leitungen, Kabel, etc., wird heuer noch getätigt. Geschaffen wird damit der Zugang für zehn bis zwölf Grundstücke für Einfamilienhäuser. Siedlungsbau ist am Hausstattfeld keiner vorgesehen. Die Vergabe der Grundstücke wurde in den heurigen Herbst vorgezogen. Elisabeth M. Pöll

Foto: Die grüne Wiese in Gundhabing soll in Zukunft einem Gewerbegebiet weichen. Eine Online-Petition spricht sich für ein Siedlungsgebiet in diesem Bereich aus. Foto: Elisabeth M. Pöll

 
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