10.08.2018
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Persönlicher Kontakt wird wichtig

Beim Tourismus Hoangascht im Vortragssaal der LMS referierte Peter Zellmann über die Digitalisierung. Der persönliche Kontakt gewinnt durch die Digitalisierung immer mehr an Bedeutung.
Kitzbühel | Zum vierten Mal wurde vergangene Woche im Saal der LMS der Tourismus Hoangascht abgehalten. Der Vortag von Peter Zellmann zum Thema Digitalisierung war interessant, eine Begeisterung für den Besuch der Veranstaltung konnte Kitzbühel Tourismus aber nicht entfachen: 26 Personen fanden den Weg in den Vortragssaal. „Ich verstehe es nicht. Zuerst wurde es angeprangert, dass wir den Markenstammtisch aufgelöst haben, nun haben wir ein neues Konzept gestartet und kaum einer kommt“, erntet das mangelnde Interesse Kopfschütteln bei KT-Präsidentin Signe Reisch.

Trendforschung ist nicht Zukunftsforschung

Zu Beginn seines Vortrages stellte Peter Zellmann klar, dass es ein großer Fehler ist, wenn man Trend- und Zukunftsforschung vermischt. Die Digitalisierung ist Trend und nicht Zukunft. „Für die Zukunft ist die Digitalisierung ein wichtiger Bestandteil, die Entwicklung ist unumkehrbar und wird alle Lebensbereiche (private und berufliche) erfassen. Die Zukunft ist aber wesentlich mehr. Die Zukunft passiert nicht, sie wird täglich gestaltet“, differenziert Zellmann die Trend- und die Zukunftsforschung. In einer Branche, wie der Tourismus, wo man sich sehr mit Menschen beschäftigt, ist diese Differenzierung sehr wichtig.

Personenbezogene Dienstleistungen

„Jeder dritte Arbeitsplatz in Österreich hängt über Umwege mit dem Tourismus zusammen“, sagt Zellmann und unterstreicht damit die Wichtigkeit des Tourismus für die Volkswirtschaft. „Nur im Tourismus sind die Arbeitsplätze ortsgebunden“, führt Zellmann weiter aus. Große Bedeutung bekommen laut Peter Zellmann die Dienstleistungen. „80 Prozent der Gäste wollen keinen Self-Checkin mehr. Der Gast will den Gastgeber erleben“, erklärt Zellmann. Der Mensch rückt mehr in den Mittelpunkt, der persönliche Kontakt ist ein wichtiges Instrument in der Zukunft.

Dass der persönliche Kontakt mit den Gästen unersetzbar ist, bestätigt auch Viktoria Veider, Geschäftsführerin von Kitzbühel Tourismus. „Produkte, wie unser Online-Tourenportal und die Digitale Wandernadel, sind hervorragende Hilfen am Berg, die auch eine junge Zielgruppe zum Wandern motivieren.“ Schafft man vier von fünf vorgegebenen Routen in der App, holt man sich die physische Wandernadel jedoch in der Gästeinformation ab. „So bleibt der wichtige persönliche Kontakt mit den Gästen erhalten“, betont Veider.

In seinem Vortrag ging Zellmann auch auf die gesellschaftliche Entwicklung ein. „Arbeit und Freizeit, Beruf und Familie – das hat den gleichen Stellenwert bekommen“, sagt Zellmann. Der außerberufliche Lebensbereich hat an Bedeutung gewonnen.

Kein Wintertourismus ohne Skilauf

„Winterurlaub ohne Skifahren ist ein Mythos“, erklärt Zellmann und betont, dass es wichtig ist, eine Harmonie zwischen Ökologie und Ökonomie zu schaffen. Es gilt, einen Konsens zu finden, was für die Region ökonomisch wichtig und ökologisch vertretbar ist. „Der Ausstieg aus dem Skilauf findet statt, aber der Tourismus ist davon noch nicht betroffen“, erklärt Zellmann. Daher sind die Skigebiete gefordert, den Skilauf im Osten von Österreich zu fördern.

Mobilität ist das nächste Thema

Der nächste Tourismus Hoangascht findet am 3. Oktober statt. René Zumtobel, Pressesprecher der ÖBB, wird zum Thema „Mobilität – Nachhaltig in den Urlaub“ referieren. E. M. Pöll, Foto: Zellmann

 
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