15.11.2019
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Parkfrage verärgert die „Marktler“

Ihren „Wunsch an das Christkind“ machen einige Kaufleute in Hopfgartens Ortszentrum im wahrsten Sinne des Wortes transparent. Mit Plakaten wollen sie erreichen, dass die Parkzeiten in der Begegnungszone ausgeweitet werden.

Hopfgarten  | „45 Minuten Parken, so lange es uns noch gibt“ – relativ drastisch fällt das Bild aus, das die Plakate im Marktkern aufzeigen. Christina Riedmann, die Obfrau der „Wirtschaft in Hopfgarten“ und selbst betroffene Unternehmerin, leidet sehr unter der Thematik, wie sie dem Kitzbüheler Anzeiger schildert: „Wir wollen den Markt beleben und so werden die Leute ausgegrausigt.“ Hintergrund ist eine Regelung, nach der im direkten Ortskern nur 10 Minuten lang „gehalten“ werden darf. Zu kurz für entsprechende Frequenz in den betroffenen Geschäften, sagt Riedmann. Die Begegnungszone in Hopfgarten habe aus Sicht der ansässigen Betriebe „keine Belebung gebracht“, beklagt die Wirtschafts-Obfrau.

Die Rahmenbedingungen für die Geschäftstreibenden im Markt sieht Riedmann also als einschränkend an – zusätzlichen Druck übt noch die massive Konkurrenz durch den Onlinehandel aus. Bürgermeister Paul Sieberer führt gegenüber dem Anzeiger aus: „Wir haben gemeinsam die Vereinbarung, die existiert, gemacht.“ Sieberer verweist auf die Parkplätze rund um das Zentrum. Daher sieht er es auch nicht als zielführend an, der „Begegnungszone die Schuld zu geben – die wird gut angenommen.“ Darüber hinaus gibt es Bestrebungen in der Marktgemeinde, die Wirtschaft weiter zu stärken. Sieberer nennt ein Ortskernimpulsprogramm als Beispiel, aber auch „Befreiung von der Kommunalsteuer, Förderung für Investitionen und für Lehrlinge.“ Weitere Überlegungen – nicht zuletzt hinsichtlich der Parkplatzfrage – sind noch in der Planungsphase.  Er werde auf jeden Fall „das Gespräch suchen. Es braucht einen Austausch zwischen der Gemeindeführung und der Wirtschaft“, erläutert Sieberer. Elisabeth Galehr

Plakativer Wunsch der Hopfgartener Marktler. Foto: Galehr

 
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