08.12.2019
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Parken am Skaterpark

Für eine heftige Diskussion im Kitzbüheler Gemeinderat sorgte die Anfrage von GR Alexander Gamper, den Skaterpark im Winter für die Schaffung von zusätzlichem Parkraum zu räumen.

Kitzbühel | Überdenkt man die Parkraum-Situation in der Gamsstadt, speziell in der Wintersaison, so scheint die Anfrage von GR LAbg. Alexander Gamper, ob es möglich wäre, die Pumptrack samt Skaterpark für die Gewinnung von zusätzlichen Parkplätzen für die Wintermonate zu entfernen, nicht so abwegig. Gamper ging in seinen Überlegungen sogar noch einen Schritt weiter: „Nach den Nazi-Schmierereien ist auch zu überlegen, ob man im Frühjahr den Skaterpark überhaupt noch aufstellen soll, oder ihn als erzieherische Maßnahme einbehält.“

Auf- und Abbau schädigt die Geräte
Mit diesem Gedanken konnten sich weder die Gemeinderäte der ÖVP noch SPÖ anfreunden. Zum einen sei der Abbau der Betonelemente und Pumptrack ein schwieriges Unterfangen, wie SPÖ-Gemeinderätin Margit Luxner informierte, und es bräuchte dazu auch eine eigene Firma, zum anderen würde der Auf- und Abbau auch die Elemente schädigen.
Den von Gamper vorgeschlagenen erzieherischen Maßnahmen kann Vize-Bürgermeister Walter Zimmermann nichts abgewinnen. „Es ist mir schon klar, dass in ihrem ureigensten Interesse die Parkplätze stehen, ich bin jedoch froh, dass die Stadtgemeinde das Gelände für die Kinder und Jugendlichen bereitgestellt hat. So viel wie heuer war da noch nie los, an die 70 Kinder nutzten das Angebot und betrieben hier ihren Sport. Jetzt jene, die sich sportlich betätigen wegen ein paar Idioten zu bestrafen, ist der falsche Weg“, konterte Zimmermann und regte an, dass man gegen die „Schmierfinke“ knallhart durchgreift und sie zu Sozialarbeit heranzieht.
In die gleiche Kerbe schlägt auch Stadträtin Ellen Sieberer (ÖVP), die es ebenfalls begrüßt, dass Raum für die Kinder und Jugendlichen geschaffen wurde. „Auch wenn der Skaterpark im Winter nicht als solcher genutzt wird, ist es doch ein Treffpunkt für die Jugend. Zudem bewegen sich im Winter hier die Kinder auch im Schnee“, argumentierte Ellen Sieberer.

Täter wurden ausgeforscht
Am 8. November, zwischen 18 und 22.30 Uhr, verunstalteten vorerst unbekannte Täter den Skaterpark und die Neue Mittelschule Kitzbühel mit Graffitis. Nach umfangreichen Erhebungen durch Beamte der Polizeiinspektion Kitzbühel konnten nun sieben Österreicher im Alter von 12 bis 15 Jahren als Tatverdächtige für die Sachbeschädigungen ausgeforscht werden. Weiters wurde ein 18-jähriger Österreicher ausgeforscht, der im Verdacht steht, Spraydosen an zwei der Jugendlichen verkauft und diese zur Tat angestiftet zu haben. Anzeigen an die Staatsanwaltschaft Innsbruck und die Bezirkshauptmannschaft Kitzbühel folgen.
Der Skaterpark in Kitzbühel wurde im Juni 2019 um die Pumptrack erweitert. Elisabeth M. Pöll

Den Skaterpark zu einem Parkplatz für den Winter umfunktionieren wollte FPÖ-GR Alexander Gamper. Foto: Pöll

 
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