03.11.2017
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Palliative Betreuung hat gestartet

Die Bezirkskrankenhäuser in Kufstein und St. Johann bieten seit Anfang Oktober die palliative Betreuung an. Wie bei der Pflegeschule arbeiten die Häuser auch hier eng zusammen.

St. Johann | Der Bedarf für palliative Betreuung ist da. Das zeigen die Zahlen der ersten Wochen. Am 2. Oktober startete das Palliativteam in St. Johann und in Kufstein und seit diesem Zeitpunkt wurden 27 Menschen betreut, acht davon sind verstorben.

Das Palliativteam berät und untestützt die Patienten in den jeweiligen Krankenhäusern (Palliativkonsiliardienst) bzw. zu Hause oder in den Pflegeheimen (mobiles Palliativteam). „Ziel ist es, die Lebensqualität aufrechtzuerhalten, einen Verbleib in der gewohnten Umgebung zu ermöglichen und ein Sterben in Würde zu ermöglichen“, sagt Werner Salzburger von der TGKK. Gemeinsam mit dem Land Tirol, den Gemeinden und der Hospizgemeinschaft hat der Versicherungsträger 2011 mit dem tirolweiten Ausbau für die palliative Betreuung begonnen. Zudem wird noch ein tirolweiter Stützpunkt in Hall installiert.

Profis und ehren­amtliche Betreuer

Im Bezirk Kitzbühel (BKH St. Johann) sind sechs Personen sowie 19 Ehrenamtliche tätig, im Bezirk Kufstein widmen sich acht Menschen dieser Aufgabe sowie 16 Ehrenamtliche. „Ohne die Arbeit der ehrenamtlichen Personen wäre ein Aufrechterhalten der palliativen Pflege nicht möglich“, sagte Werner Salzburger. Die Kosten für diese Einrichtung belaufen sich in St. Johann auf 163.000 Euro, in Kufstein auf 245.000 Euro. „Im Unterland hatten wir zuletzt eine Versorgungslücke, die wir mit der Einrichtung eines gemeinsamen Palliativteams an den Krankenhäusern Kufstein und St. Johann jetzt schließen können“, zeigt sich TGKK-Obmann Salzburger zufrieden: „Alle schwerstkranken Menschen sollen sich darauf verlassen können, bestmöglich versorgt zu werden. Mit unserem flächendeckenden Angebot für die Betroffenen nehmen wir hier eine Vorreiterrolle in Österreich ein.“

Dass dieses Angebot dringend notwendig ist, betont auch Paul Sieberer, Verbandsobmann des BKH St. Johann, der auch anregte, entsprechende Betten im Krankenhaus zu schaffen, denn nicht immer ist eine Pflege auf dem letzten Lebensweg zu Hause oder im Pflegeheim möglich. Von der weiteren Kooperation der beiden Bezirkskrankenhäuser in Kufstein und St. Johann zeigte sich auch Rudi Puecher, Verbands­obmann BKH Kufstein, begeistert. „Für die beiden Bezirke war dies ein wichtiger Schritt und es ist auch für die Peripherie wichtig. Als Träger eines Pflegheims weiß ich wie wichtig dies auch für die Sozialsprengel und die Leute zu Hause ist“, sagte Puecher.

2018 werden mit den Einrichtungen in den Bezirken Schwaz und Landeck die letzten Lücken geschlossen. Elisabeth M. Pöll

Bild: Verbandsobmann BKH Kufstein Rudi Puecher, LR Bernhard Tilg, Werner Salzburger (TGKK) und Verbandsobmann BKH St. Johann Paul Sieberer freuen sich über den Start der palliativen Betreuung im Unterland. Foto: Pöll

 
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