21.04.2019
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Ostergrab beeindruckt wieder

Bereits zum 14. Mal wurde auch heuer das Ostergrab wieder in der Pfarrkirche aufgestellt. 25 freiwillige Helfer waren beim aufwändigen Aufbau im Einsatz.  

St. Johann | Mit elf Metern Höhe und 9,62 Metern Breite ist das St. Johanner Ostergrab das zweitgrößte Tirols. Anfang dieser Woche wurde es wieder in der St. Johanner Kirche aufgestellt. Diese barocken Kulissenaltäre haben vor allem in Tirol eine lange Tradition. Jenes in St. Johann existiert schon seit rund 190 Jahren.

Das Grab, das im Jahr 1832 bei Johann Arnold dem Älteren zum 100-jährigen Bestehen der Kirche in Auftrag gegeben wurde, verschwand vor einigen Jahrzehnten in der Empore und wurde aus heute nicht mehr bekannten Gründen nicht mehr aufgestellt.

Vor rund 15 Jahren Teile wieder entdeckt

Doch vor etwa 15 Jahren wurden 19 Teile des Grabes von Carl Hofinger wieder entdeckt. Glücklicherweise waren die komplizierten Teile alle vorhanden, daher wurde eine Restaurierung in Auftrag gegeben. Rund 100.000 Euro kostete die Renovierung, die in Zusammenarbeit mit Gemeinde, Land und Bundesdenkmalamt durchgeführt wurde. Dass das Grab einen beträchtlichen Wert hat, zeigt sich auch daran, dass das Bauwerk mit rund 200.000 Euro versichert ist.

Normalerweise ist es der Montag nach dem Palmsonntag, an dem mit dem Aufbau begonnen wird. Immerhin braucht es bis zu 25 Freiwillige, bis die gesamte Konstruktion steht. „Heuer mussten wir es allerdings an einem anderem Tag aufstellen, weil wir am Montag noch nicht in die Kirche konnten“, schildert Hofinger. Jedes Jahr wird die gesamte Konstruktion genauestens unter die Lupe genommen, ist doch die Mechanik – es wird ja die Auferstehung Jesu mittels eines eigenen Aufzugsmechanismuses dargestellt – kompliziert. Hier spielt der Sicherheitsaspekt eine gr0ße Rolle, wie Hofinger betont. So wurde heuer das Seil ausgetauscht.

Wie auch in den Vorjahren werden jeweils fünf St. Johanner Schützen am Grab eine Wache (Samstag 9 bis 12 Uhr, 15 bis 18 Uhr und von 21 Uhr bis zum Ende der Mette) abhalten und beim Schauspiel am Ostersamstag wieder die Fäden im Hintergrund ziehen. Nach den Osterfeierlichkeiten sind dann wieder die helfenden Hände der Freiwilligen gefragt, die das Grab behutsam wieder abbauen und bis zum nächsten Jahr wieder ordentlich verstauen. Margret Klausner

Bild: Der Aufbau des Ostergrabes erfordert viel Geschick und vor allem auch viele helfende Hände.  Foto: Klausner

 
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