10.12.2020
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Oberndorf startet Gutscheinsystem

In relativ kurzer Zeit realisierte Oberndorf ein eigenes Gutschein-System, um die Kaufkraft im Ort zu halten. In der ersten Tranche wird ein Volumen von 10.000 Euro abgewickelt.

Oberndorf | Der Startschuss fiel im Rahmen der Radchallenge: Zu diesem Anlass gab die Gemeinde die ersten Oberndorf-Gutscheine aus. Da über dem heurigen Wirtschaftsjahr die Corona-Pandemie wie eine drohende Wolke schwebt, entschied die Oberndorfer Gemeindeführung sich dazu, die Aktion auszuweiten: „Wir wollen die örtliche Gastronomie, das Kleingewerbe und die Direktvermarkter unterstützen“, präzisiert Bürgermeister Hans Schweigkofler bei der offiziellen Vorstellung der neuen Gutscheine.  
Beim Startschuss waren knapp 20 Betriebe an Bord, weitere heimische Unternehmer können sich jederzeit anschließen.
In einer Vorbereitungszeit von wenigen Wochen wurde das komplette System auf die Beine gestellt. Die ersten Gutscheine, die ausgegeben worden sind „wurden sehr schnell eingelöst, das freut mich besonders“, schildert Schweigkofler die anfänglichen Schritte. Auch die Gemeinde wird künftig mit den Gutscheinen „arbeiten“, gilt es doch, im Laufe eines Jahres stets viele verdiente Persönlichkeiten mit einem Präsent zu ehren.  

Resonanz der Teilnehmer einholen
Naturgemäß hofft man in Oberndorf darauf, dass die einheimische Bevölkerung die Gutscheine gut annimmt. Gerade in der Weihnachtszeit bieten sich dazu viele Perspektiven.
Die Gemeinde ist dabei Anlaufstelle für alle, die Gutscheine kaufen wollen, aber genauso für Betriebe, die das Geld dafür dann wieder einlösen. Die Scheine haben jeweils einen Wert von 10 Euro.
Da die Gutscheine quasi wie eine eigene Währung sind, wurde Wert auf den Sicherheitsaspekt gelegt. Angedacht ist zudem auch, ein Ablaufdatum von einigen Monaten einzuführen, damit die Oberndorfer Scheine nicht im Nachtkastl gehortet, sondern dem Wirtschaftskreislauf im Ort schnell wieder zugeführt werden.
Nach einer ersten Einführungsphase will die Gemeindeführung alle Beteiligten zusammenkommen lassen, um Zwischenbilanz zu ziehen. Dann werden die weiteren (Ausbau-) Schritte diskutiert. „Es gibt schon Ideen. Wir sind bereit, das Volumen ist theoretisch nach oben hin offen“, so Schweigkofler.

Kaufkraft binden
Grundsätzlich zeigt sich der Bürgermeister „begeistert von der Kooperation so vieler Oberndorfer Betriebe und hofft auf viel Unterstützung, um das Geld im Dorf zu behalten.“
Die eigene Kaufkraft im Ort zu binden ist grundsätzlich das Ziel jeglicher Gutschein-Systeme.
Natürlich hofft die Gemeindeführung auch auf einen derartigen Effekt. Die bisherige Eigenbindung der Kaufkraft beträgt laut der Regio3-Handelsstudie 24 Prozent. Daher habe man die nachhaltige Aktion gestartet: „Die Idee ist nicht neu, nur jetzt wird sie umgesetzt“, so  der Bürgermeister.
Erhältlich sind die Oberndorf-Gutscheine in der Finanzverwaltung im Gemeindeamt während der Amtszeiten. Elisabeth Galehr

Bild: Unternehmerin Petra Teplan ist mit ihrem Betrieb schon mit an Bord. Fotos: Gemeinde Oberndorf/Alpinguin

 
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