04.12.2020
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Nikolaus zeigt heuer viele Facetten

Mit Kutsche, umrahmt von zahlreichen Engerl und ein paar schaurigen Gesellen, zieht der Nikolaus in den Ort. In einigen Gemeinden war dies ein Höhepunkt bei den Nikolausumzügen in den vergangenen Jahren. Dieses Jahr muss neu gedacht werden, der Nikolaus darf kommen, jedoch nur bis vor die Haustüre.

Bezirk | Ehrenamtliche Pflichten sind auch im Lockdown zugelassen, daher ist der Nikolaus mit keinem Ausgehverbot belegt. Er darf in diesem besonderen Jahr die Kinder besuchen. Bei vielen eine liebgewonnene Tradition, die heuer nur ein wenig anders ablaufen wird. Den strahlenden Kinderaugen wird dies keinen Abbruch tun, wenn der rote Mann mit Bischofsmütze nur vor der Haustüre anzutreffen ist. Einige Vereine und Gemeinden im Bezirk haben darauf bereits reagiert.

Eine virtuelle Nachricht vom Nikolaus
Im Video der Gemeinde Reith spielt der Nikolaus die Hauptrolle. Er erklärt den Kindern, warum er sie nicht alle daheim besuchen kann, die Botschaft teilt er virtuell und kündigt bereits eine Überraschung an: „Meine fleißigen Helfer, die ich in Reith habe, werden nach Möglichkeit ein kleines Geschenk bis 6. Dezember vor die Tür legen. Viel Freude.“ Außerdem beschwört Nikolaus noch den Zusammenhalt: „In dieser Zeit ist der Zusammenhalt unter euch ganz wichtig. Passen wir auf und bleiben wir gesund.“ Ein Versprechen gibt es dann auch noch: ein Wiedersehen im kommenden Jahr.
Eine Grußbotschaft vom Nikolaus gibt es auch von Seiten der Erzdiözese Salzburg. Im Internet unter  trotzdemnah.at/weihnachten/nikolaus hat man ein vielfältiges Themenangebot eingerichtet. Von der Geschichte über ein Quiz bis hin zu Basteltipps und Feiern im Familienkreis gibt es einiges zu erfahren. Die Katholische Jungschar hat außerdem eine Grußbotschaft ins Internet gestellt, die sich alle Kinder ansehen können.

Besuch vor dem Haus
Aktiv mitgestalten will auch die Landjugend Itter den Nikolaustag. In einem Schreiben kann man sich bis zum 3. Dezember anmelden und soll Eigenschaften vom Kind angeben. „Die Landjugend würde sich freuen, den Kindern in dieser schwierigen Zeit ein Lächeln ins Gesicht zaubern zu dürfen“, heißt es in der Aussendung.
Die Gelegenheit Freude zu bereiten, wollten sich die Mitglieder der Landjugend Hochfilzen nicht entgehen lassen. Seit Jahren ist es Tradition, dass der Nikolaus begleitet von Engerln  und Krampussen um die Häuser zieht.

Anmeldung bis 5. Dezember
Bis 5. Dezember können sich Gemeindebürger noch für einen Besuch anmelden. Eine „lässige Sache“ wie Ortsleiterin Andrea Hauser betont: „Am Schönsten ist der Wow-Moment bei den Kindern“.
Die Regeln sind klar definiert, beim Vor-Haus-Besuch müssen die Abstands- und Hygieneregeln eingehalten werden, außerdem ist kein Besuch von Freunden und Verwandten erlaubt. Nur die jeweilige Familie wird besucht. Heuer bekommt der Nikolaus nur ein Engerl zur Seite gestellt. Ob ein Krampus in Hochfilzen auftaucht, das wird sich erst am Sonntag zeigen…

Und was ist mit dem Krampus?
In der Ausnahmeregelung der Bundesregierung ist Bischof Nikolaus genau erwähnt, Kollege Krampus hingegen nicht definiert worden.Ein Problem für die vielen Pass, darunter auch dem Ruatn Pass in Kitzbühel. „Bundeskanzler Kurz hat von wenigen Krampussen gesprochen. Wir kennen uns nicht aus und haben daher nichts geplant“, erzählt Obmann Christoph Rieser. Insgesamt zählt der Verein 32 Mitglieder, 15 Aktive, die sich am Teufel laufen beteiligen.
Der Verein hat seine Räume beim Tennisstadion Kitzbühel, und dort sind in den drei Schaufenstern Larven, Kostüme und auch der Nikolaus zu sehen. Vorbeispazieren lohnt sich.
Außerdem gibt es im Internet (www.ruatn-pass.at) einen 3D-Rundgang durch die Ausstellung, die jeder von zu Hause aus anklicken kann. Die derzeitige Situation ist für die Mitglieder „sehr zach“: „Wir arbeiten das ganze Jahr darauf hin und jetzt ist nichts.“
Unterkriegen will man sich davon nicht lassen, sobald Museen wieder aufsperren kann man sich sonntags immer von 15 bis 18 Uhr dort umschauen. Verena Mühlbacher

Bild: Der Nikolaus ist mit keinem Ausgehverbot belegt. Die Situation beim Krampus ist unklar. Foto: Adobe Stock/co-operation

 
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