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04.11.2019
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Nicht mehr, sondern besser

Der Tourismusverband als Motor für mehr Lebensqualität und Nachhaltigkeit in der Region: Das ist die Vision, die rund um den Wilden Kaiser erarbeitet worden ist. Die „Strategie 2024“ wurde offiziell im Rahmen der jüngsten Vollversammlung präsentiert.

Going, Ellmau  | Ausgangspunkt war der Prozess „Lebensqualität am Wilden Kaiser“. Viele der Dinge, die in diesem Rahmen entwickelt worden sind, wurden nun mit der Strategie 2024 in fünf konkrete Handlungsfelder gegossen. „Es geht um Aufenthaltsqualität, Auslastung, Wertschöpfung, um Tourismusgesinnung, aber auch um Branchenattraktivität“, fasst TVB-Geschäftsführer Lukas Krösslhuber zusammen. Die Region Wilder Kaiser nimmt damit eine Vorreiterrolle ein, ergänzte der Geschäftsführer.

Dorfzentren lebendig gestalten
Die Aufenthaltsqualität ist in der Region grundsätzlich „sehr, sehr gut“, so Krösslhuber. Luft nach oben gebe es allerdings bei den Ortskernen. Vor dem Hintergrund, dass die Gäste zunehmend auf der Schiene in die Region kommen, und das auch vom Verband mit diversen Maßnahmen unterstützt wird („Wir wollen die Bahnankünfte auf 33.000 Gäste pro Jahr steigern, was ungefähr einer Verdreifachung entspricht“) ergibt sich folgende Frage: Wie fußgängerfreundlich sind die Ortskerne? Daher sollen die Dorfzentren verkehrsberuhigte, fußgängerfreundliche Begegnungszonen werden. Das lädt zum Flanieren ein und davon profitieren wiederum der zentrumsnahe Handel und die Gastronomie.  Attraktive Ortskerne helfen allen – auch den Einheimischen. In die Aufenthaltsqualität spielt auch die einheimischenfreundliche Gestaltung der Events mit hinein. „Interessensausgleich schaffen.“

Nebensaison stärken, keine neuen Hotels
Bei der Auslastung geht es der Region vor allem darum, die Nebensaison zu stärken. Das Ziel ist ehrgeizig gesteckt: „20 Prozent Steigerung in den Nebensaisonen, 50 Prozent mehr Übernachtungen im April und November“, gibt Krösslhuber die Parole für 2024 aus. „Da, wo ich die Kapazitäten frei habe, soll ich auch das Geschäft machen.“ Dadurch entkomme man auch der Preisspirale nach unten. In der Hochsaison wolle man hingegen kein Plus an Gästen. Daher gibt es auch definitiv „kein Bemühen um neue Hotels“, sagt Krösslhuber. Vielmehr solle die bestehende Infrastruktur bestmöglich und nachhaltig ausgelastet werden – nicht zuletzt im Bereich Privatzimmer. „Jeder Privatvermieter, den wir im Geschäft halten, tut uns sehr, sehr gut.“ Generell umfasst der Strategieplan auch den Punkt Wertschöpfung. In diesem Bereich will der Verband Hilfestellung geben, um den Vermietern zu ermöglichen, den bestmöglichen Preis am Markt zu erzielen.

Preissteigerung um vier Prozent pro Jahr
„Unsere Qualität ist es in jedem Fall wert: Mut zum Preis“, so Krösslhuber. Ein starker Markenkern erhöht die Bereitschaft der Urlauber, einen entsprechenden Preis zu bezahlen. Auch hier will der TVB Wilder Kaiser ansetzen. Konkret geht es darum, für Hotellerie und die Partnerbetriebe mehr herauszuholen: „Preissteigerung von vier Prozent pro Jahr“, so Krösslhuber. Diese Zielmarke wünscht man sich bei Appartements ganzjährig, bei Zimmern in der Hauptsaison sowie beim Aktivprogramm. In diesem Zusammenhang soll sich auch der Vorverkaufsanteil der Zusatzleistungen erhöhen – auf insgesamt 30 Prozent.

„Wir sind Tourismus“
Im Handlungsfeld Tourismusgesinnung wird klar definiert, das „Einheimische Freizeitangebot zu gleichen oder gar besseren Konditionen nutzen können als Gäste.“ Das passiere jetzt schon, zum allergrößten Teil. Die Wahrnehmung der Kaiserbewohner sieht oft jedoch anders aus. Verstärkter Dialog mit allen – seien es Grundeigentümer, Anwohner, Vereine – soll helfen, die Tourismusgesinnung in der Region weiter nach oben zu bringen. Selbstverständlich spielt da mit hinein, dass man die regionalen Kreisläufe aus Handel, Landwirtschaft und Tourismus stärkt und hervorhebt.

Image der Branche soll besser werden
Zielt die Tourismusgesinnung auf das allgemeine Ansehen der Branche in der Region ab, geht es im letzten Handlungsfeld Branchenattraktivität um die Fachkräfte für den Tourismus. Entsprechende Rahmenbedingungen wie Kinderbetreuung, Unterbringung, Mobilität und Mitarbeiterbenefits sollen die Region Wilder Kaiser dabei auf die Überholspur bringen. Konkrete Schritte wurden wie berichtet ja schon vielfach gesetzt – Stichwort Kaiserschaft oder Recruitingcoach. Elisabeth Galehr

TVB-Obmann Johannes Adelsberger und Geschäftsführer Lukas Krösslhuber präsentierten die Grundlagen der Strategie 2024 im Rahmen der Vollversammlung. Foto: Galehr

 
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