12.11.2017
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„Never change a winning Team“

Vor fünf Jahren löste Signe Reisch Christian Harisch an der Spitze des Vorstandes von Kitzbühel Tourismus ab. „Man kann nicht alles in fünf Jahren umsetzen“, sagt die Wirtin und betont ihre Motivation für eine weitere Obmannschaft.

Kitzbühel | Sie trägt Kitzbühel in ihrem Herzen, ist mit der Stadt tief verwurzelt und kennt den Tourismus von der Basis an. Auch nach ihrer Wahl zur Obfrau von Kitzbühel Tourismus ist sie der Basis treu geblieben, scheut weder die Herausforderung noch die Arbeit. Bei ihrem gemeinsamen Weg mit Kitzbühel Tourismus sieht sie sich noch lange nicht am Ziel angekommen, vieles gilt es noch zu realisieren, um Kitzbühel als einzigartige Tourismusdestination in den Alpen zu etablieren.

„Als wir vor fünf Jahren gewählt wurden, war es auch für uns Neuland. Dazu kam noch der Abgang des Geschäftsführers. Im Nachhinein gesehen war dies aber auch ein kleiner Vorteil, weil man wesentlich mehr kennengelernt hat und in die Tiefe gehen konnte. Es war wie ein Sprung ins kalte Wasser und wir mussten schnell schwimmen lernen. Aber jetzt sind wir warm gelaufen“, blickt Signe Reisch auf ihre Anfangszeit als Präsidentin von Kitzbühel Tourismus zurück.

In den vergangenen fünf Jahren konnte viel realisiert und verbessert werden. Das Marketing-Budget wurde um das Dreieinhalbfache erhöht. „Man muss schauen, dass man die Märkte weiterhin so intensiv bearbeitet, um auch weiterhin die Früchte ernten zu können.  Ich vergleiche das gerne mit einem Baum, wenn man den nicht düngt, wird der Ertrag geringer“, erklärt Reisch die Marketingoffensive. Die ersten Früchte der Offensive konnten in den vergangenen Jahren bereits geerntet werden. Die Zahl der Nächtigungen konnten deutlich gesteigert werden, bei Wertschöpfung ist Kitzbühel Spitzenreiter. In diesem Jahr gab es zwar Einbußen bei den Nächtigungszahlen, jedoch war das Vergleichsjahr ein Rekordjahr. Für das Minus in den Sommermonaten hat Signe Reisch auch ein Erklärung parat: „Es standen uns sechs Betriebe mit insgesamt 16.000 Nächtigungen nicht zur Verfügung.“

Kitzbühel hat immer Saison

Signe Reisch ist die Verfechterin der Philosophie, Kitzbühel zur Ganzjahresdestination zu machen. „Kitzbühel hat immer Saison. Das ist nichts künstlich Geschaffenes. Die Geschäfte und auch das Gewerbe sind das ganze Jahr offen und es gibt auch genügend Tourismusbetriebe, die ganzjährig geöffnet sind. Es geht nicht nur um den Gast alleine, es geht auch um die Einheimischen“, erklärt Reisch und spricht damit auch jene Zeit an, in der die meisten Betriebe geschlossen haben und viele Einheimische einfach vor geschlossen Türen stehen. Das Angebot für Kitzbühel365 hat sich verbessert, wie Reisch versichert: „Das Casino hat 364 Tage offen, die Bergbahn hat an 360 Tagen Betrieb.“

MICE als Mittel für Kitzbühel 365

Um die Auslastung in den „Zwischenzeiten“ zu steigern, versucht sich Kitzbühel Tourismus erfolgreich als Kongress-Destination. „Wir haben im Bereich MICE (Anm. Meetings - Incentives - Conventions  - Exhibitions) stark an Kompetenz gewonnen. Es werden in Kitzbühel nun Kongresse mit 400 bis 500 Teilnehmern zu aller Zufriedenheit abgehalten. Kitzbühel punktet aber auch durch die leichte Erreichbarkeit, die schöne Natur und die professionelle Abwicklung“, erzählt Tourismus-Präsidentin Signe Reisch. Die Erwartungshaltung von außen bei solchen Veranstaltungen ist bei Kitzbühel höher als sonst. „Wenn es gut läuft, ist es selbstverständlich, passiert aber ein Fehler, wird dieser doppelt angekreidet“, weiß Signe Reisch aus Erfahung und kümmert sich mitunter auch gerne selbst um solche Veranstaltungen.

Hoangascht für bessere Kommunikation

Das offene Gespräch wurde in Kitzbühel bereits geführt. Bei dem Markenbildungsprozess unter dem Titel „Markenstammtisch“ arbeiten die Mitglieder von Kitzbühel Tourismus gemeinsam an der Zukunft der Gamsstadt. Signe Reisch war dieser Prozess aber zu teuer und er wurde eingestellt. Nun soll es zu einem Comeback kommen. Unter dem Titel Tourismus-Hoangascht kommt es alle zwei Monate zum Zusammentreffen zu spezifischen Themen.

Feriendörfer als Familiendörfer

Die Zukunft für die Feriendörfer sieht Signe Reisch bei den Familien. Es gibt in den drei Orten zwar kein Familienhotel, doch das ist für Reisch kein Beinbruch. „Man muss die Leute ja nicht immer bespaßen. Ich sehe den großen Vorteil der Familiendörfer in ihrer ländlichen Idylle. Die Familien sollten gemeinsam was unternehmen. Möglichkeiten gibt es bereits und wir werden diese noch erweitern“, erklärt Signe Reisch und spricht damit die geplanten Themenwege an.
Elisabeth M. Pöll

 
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