04.06.2018
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Neues Probelokal für Stadtmusik

Mit einer klaren Mehrheit wurde bei der Gemeinderatssitzung am Montag der Neubau eines Probelokals für die Stadtmusik Kitzbühel beschlossen. Im Zuge der Bauarbeiten werden auch die bisherigen Vereinsräumlichkeiten saniert und für die Volksschule Kitzbühel ein Lift errichtet. Mit den Arbeiten soll in den Sommerferien begonnen werden.

Kitzbühel | Mit der Erweiterung des Probelokals der Stadtmusik Kitzbühel beschäftigte man sich im Rathaus schon länger. Bei der Gemeinderatssitzung am Montag wurde nun das von Architekt Stephan Metzner ausgearbeitete Projekt vorgestellt. Bevor jedoch mit den Planungen begonnen werden konnte, galt es, die Standortfrage zu klären. Bewährt hatte sich die Lage des bisherigen Probelokales, da die Nähe zum Zentrum sich für die zahlreichen Ausrückungen sehr gut eignet.

Durch die Lage im städtischen Kerngebiet musste für die Planungen auch der SOG-Beirat hinzugezogen werden und auch das Denkmalschutzamt war in diesem Projekt involviert, da es die Fassade der Volksschule betrifft.

Neues Probelokal bei der Volksschule

Nach einer Analyse des Platzbedarfes war klar, dass die Räumlichkeiten des bestehenden Probelokals nicht ausreichen. Das Projekt sieht jetzt einen Neubau im hinteren Bereich des Schulhofes der Volksschule vor. „Das unscheinbare Gebäude wird sich dem bestehenden unterordnen und durch die Glasfront Leichtigkeit vermitteln“, erzählte Stephan Metzner bei der Projektvorstellung im Kitzbüheler Rathaus. Der stützenfreie Hauptraum des Neubaus braucht für die schallakustischen Bedingungen eine Mindesthöhe von 4,5 Metern. Der Großteil davon wird aber tief im Untergrund verschwinden, lediglich 1,5 Meter werden über die Geländekante herausragen. Das neue Probelokal ist auf ca. 60 Musikanten ausgerichtet und hat eine Fläche von ca. 400 Quadratmetern.

In Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutzamt wurde auch eine vertikale Zuordnung im Untergeschoss zu den bestehenden Räumlichkeiten geplant, die in Zukunft auch als Registerproberäume genutzt werden können. Die Vereinsräume bleiben gleich, jedoch braucht es auch hier eine Sanierung.

Barrierefreiheit für die Volksschule

Im Zuge des Neubaus wird auch ein Lift in die bestehende Fassade der Volksschule eingebaut, der nach der Fertigstellung bei der Gebäudeansicht der Volksschule I nicht mehr auszumachen sein wird. Aufgrund der Niveauunterschiede der beiden Volksschulgebäude kann der Lift nicht für beide Schulen genutzt werden. Als beste Lösung für eine Barrierefreiheit in der Volksschule II würde sich ein Treppenlift anbieten. Die Kosten für die geplanten Maßnahmen an der VS, zu denen auch noch Sanitär- und Elektroinstallationen gehören, werden mit 280.000 Euro beziffert.

Die Gesamtkosten des Projektes, inklusive der Arbeiten und Bauten an der Volksschule, werden mit 2,4 Millionen Euro beziffert. Da bei der Budgeterstellung eine Umsetzung noch nicht im Raum stand, wurde dieses auch in der Kostenplanung der Stadt nicht vorgesehen. Der Gemeinderat beschloss nun die Finanzierung durch eine Freigabe von 1,8 Millionen Euro aus der Betriebsmittelrücklage und die Deckung der restlichen Kosten im Jahr 2019. „Da wir die genauen Baukosten nicht kennen, ist es auch möglich, dass wir den Rahmen nicht einhalten können. Dann müssten wir noch weitere Mittel freigeben“, sagte Bürgermeister Klaus Winkler, der das Projekt lobte. „Das Projekt wurde von der Gruppe der Stadtmusik mit Architekt Stephan Metzner sowie Gemeinderat Georg Wurzenrainer hervorragend vorbereitet. Es wurde ein Projekt vorgelegt, das nicht politisch gesteuert wird und wo auch kein politischer Wille dahinter steht, aber alle Vor- und Nachteile berücksichtigt werden“, sagte Winkler.

In einem zweiten Beschluss wurde die finanzielle Beteiligung der Stadtgemeinde am Werkvertrag Generalplanerleistungen in Höhe von 135.000 Euro gefasst. Beide Beschlüsse erhielten bei einer Gegenstimmen 18 Zustimmungen.

Überlegungen zum Standort

Überlegungen in der Standortfrage brachte UK-Gemeinderat Manfred Filzer ein, der das neue Probelokal samt Bauamt in der Nähe der Stadtwerke gesehen hätte. „Bliebe der Platz des jetztigen Bauamtes frei, wäre eine ganz andere Sicht auf die Stadt und man könnte den Raum für die Jugend nutzen“, argumentierte Filzer, der aber für seine Idee wenig Zuspruch erhielt. Man war sich einig, dass sowohl Probelokal als auch Bauamt als Frequenzbringer in der Stadt erhalten bleiben sollen.
Elisabeth M. Pöll

Bild: Das von Stephan Metzner geplante Probelokal fügt sich harmonisch in die Volksschulgebäude ein. Visualisierungen: www.visual-image.at

 
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