14.03.2020
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Neue Jausenstation geplant

Die Wanderwege entlang der Großache zwischen St. Johann und Erpfendorf sind viel frequentiert. Sanitäre Anlagen fehlen bisher. Jetzt ist der Bau einer Jausenstation samt Toilettanlagen geplant.

Kirchdorf | Es war nicht nur eines der größten Hochwasserschutzprojekte Europas, die ab Mitte der 1990er-Jahre in Kirchdorf umgesetzt wurden. Aus der Großache wurde auch ein Natur­erlebnisraum, in dem Fische, Vögel, Insekten und vielerlei Tiere ein perfektes Umfeld vorfinden. Und auch der Mensch weiß die Wanderwege, die von St.Johann bis nach Erpfendorf verlaufen, zu schätzen. Von Kirchdorf nach Erpfendorf lädt überdies ein Flusserlebnisweg zum Spazieren ein. Entlang des Ufers informieren Schautafeln über das Hochwasserschutzprojekt Kirchdorf. Aussichtsplattformen ermöglichen das ungestörte Beobachten von Flora und Fauna. Rastpunkte mit Tischen und Bänken laden zum Verweilen ein, für Kinder sind die vielen Sandbuchten ein Spielparadies. Und auch Radfahrer haben Platz, eine Seite der Großache wurde dafür sogar asphaltiert.
Was allerdings fehlt in diesem Naturparadies sind sanitäre Anlagen. Spaziergänger und Radfahrer sind gezwungen, ihre Notdurft in den Uferböschungen zu verrichten. Hier wollen die Kirchdorfer jetzt Abhilfe schaffen.

Bau von Toiletten und Parkplätzen geplant

Die Kirchdorfer Familie Aigner denkt schon länger daran, an der Großache eine Jausenstation zu errichten. Diese soll direkt auf Höhe des Furtherstegs Platz finden. Die zukünftigen Betreiber sollen aber nicht nur für das leibliche Wohl sorgen. Auch Parkplätze und vor allem auch sanitäre Anlagen sollen errichtet werden. Auch die Gemeinde soll mit ins Boot geholt werden. Geplant ist eine kleine Jausenstation, so der Grundeigentümer, kein Restaurant. Er will ein kleines Speisen- und Getränkeangebot anbieten.
Doch bevor der Bau der Jausenstation starten kann, muss eine neue Brücke über den Brunnbach gebaut werden. Der Brunnbach verläuft im Ortsteil Litzelfelden quasi von Feldern getrennt parallel zur Großache. Zahlreiche einspurige Brücken führen über den Brunnbach, da dort auch einige Bauern situiert sind.

Jene Brücke, die dann zur Jausenstation führen soll, ist aber komplett desolat und derzeit nur einspurig. Bauamtsleiter Thomas Obwaller präsentierte daher in der jüngsten Gemeinderatssitzung die Pläne für den Bau einer neuen Brücke, der mit rund 85.000 Euro zu Buche schlägt. Der vorherige Gemeinderat, so Obwaller, habe den Bau einer Jausenstation nicht gewollt. Daher hat die Familie Aigner jetzt einen neuen Anlauf genommen.
Der Gemeinderat steht dem Ansinnen auch positiv gegenüber. Die Kosten für den Neubau teilen sich Gemeinde (rd. 45.000 Euro), die Familie Aigner (rd. 20.000 Euro) sowie die Tiwag (rd. 20.000 Euro), die auf dem Feld eine neue Trafostation aufstellen will und daher die Zufahrt braucht. Der Gemeinderat beschloss einstimmig den Neubau, der rasch realisiert werden soll. Margret Klausner

Diese Brücke über den Brunnbach wird neu gebaut und dann auch zweispurig. Grund dafür ist unter anderem auch der geplante Bau einer Jausenstation am Ufer der Großache. Foto: Klausner

 
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