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28.07.2019
News  
 

Natürliche Begrünung verärgert

Mit dem Projekt „Natur im Garten“ geht die Gemeinde Kirchdorf auf ihren Grünflächen neue Wege. Gefallen findet diese Aktion nicht bei jedem.

Kirchdorf | Es sei eine „Gstettn“ und einfach nur ungepflegt, heißt es in Kirchdorf, wenn es um die Gestaltung des Kreisverkehrs inmitten der Kaisergemeinde geht. Für viele Anrainer ist der Anblick der wuchernden Grünfläche schon eine Zumutung, auch im Gemeindeamt werden immer wieder Beschwerden darüber deponiert.
Doch nicht nur die Gestaltung des Kreisverkehrs sorgt für Kritik, auch die Bepflanzung anderer öffentlicher Grünflächen gefällt nicht jedem. Die dafür zuständige Gemeindevorständin Maria Braito kann die Kritik nicht nachvollziehen und ist um Aufklärung bemüht.
„Wir haben lange nachgedacht, wie wir in unserer Gemeinde die Begrünung der öffentlichen Flächen gestalten wollen. Schlussendlich sind wir auf das Projekt ‚Natur im Garten‘ gestoßen“, schildert Braito. Ausgehen tut dieses vom Tiroler Bildungsforum, das die Gemeinde auch bei der Umsetzung unterstützt hat.

Wachsen und Blühen ohne Einzugreifen
Ziel ist es, die Flächen so naturnah wie möglich zu gestalten. Es soll wachsen und blühen, ohne das der Mensch eingreift.  Und so auch zum Paradies für Insekten werden. „Das ist beim Kreisverkehr auch gelungen“, freut sich Braito. In der dichten Bepflanzung leben zahlreiche Insekten, die zu hören und auch zu sehen sind.
Nicht nur in der Gemeinde sei das Thema aufgegriffen worden, auch in der Erwachsenenschule in Kirchdorf gab es Vorträge. „Das ist sehr gut angekommen“, weiß Braito.

Unter Mithilfe der Mitarbeiter des Bildungsforums wurde im Vorjahr das Projekt gestartet. „Es muss nur einmal auf sandigem Boden ausgesät werden. Den Rest macht die Natur selber. Es muss weder gegossen, noch gemäht werden“, sagt Braito. Dass es aufgrund der Hitzeperiode derzeit nicht mehr schön aussieht, dessen ist sich die Lokalpolitikerin bewusst. „Da hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir haben zwar schon einmal gegossen, aber es ist halt vieles früher verblüht, als gedacht“, betont Braito. Nichtsdestotrotz sollen die Blumen heuer schon noch einmal blühen und gemäht werde auch.
„Für die Gemeinde ist eine solche Gestaltung kostengünstiger als eine herkömmliche Begrünung“, weiß Maria Braito. Dass bereits zehn Gemeindegärtner der umliegenden Orte in Kirchdorf waren, um sich über „Natur im Garten“ zu informieren, ist für die Kirchdorferin ein weiterer Ansporn mit dem Projekt weiter zu machen. „Auch wenn es nicht jedem gefällt, bin ich überzeugt, dass wir uns auch im Bereich Naturschutz engagieren müssen.“ Margret Klausner

GV Maria Braito kümmert sich in Kirchdorf um die Begrünung der offiziellen Flächen, wie hier am neuen Kreisverkehr. Ihr Anliegen ist es, so wenig wie  möglich in die Natur einzugreifen.Foto: Klausner

 
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