23.07.2020
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Musik für einen besonderen Sommer

Die Kitzbüheler Sommerkonzerte gehen in ihre 43. Auflage – und das bekanntlich in einem „sehr speziellen Jahr“, wie es der künstlerische Leiter Herbert Lindsberger treffend formuliert. Das Programm leidet darunter keine Spur, es kann sich sehen – und  vor allem hören – lassen.

Kitzbühel | „Diesen Moment, als wir nach der monatelangen Coronasperre wieder vor Publikum aufgetreten sind, werde  ich nie vergessen“, fasst Lindsberger die Emotion in Worte, die er empfand, als die Kitzbüheler Musikfreunde vor Kurzem schon mit einem kleinen Vorgeschmack auf das jetzige Programm auf die Bühne gegangen sind. Genau um diese Emotionen geht es auch bei den Sommerkonzerten im Ganzen. Das vermitteln die Kitzbüheler Musikfreunde schon seit dem Start der Reihe im Jahr 1978. Die Vision war es, klassische Kammermusik auf höchstem Niveau zu bieten. Seither konnte der Verein in den diversen Kitzbüheler Spielorten schon 20.000 Besucher insgesamt begrüßen. Knapp 200 Konzerte wurden in den vergangenen Jahrzehnten organisiert.

Till Eulenspiegel, Max Bruch & „Stradihumpa“
Statt „C“ wie Corona müsste dieses Jahr eigentlich unter „B“ wie Beethoven stehen. Die Kitzbüheler Musikfreunde blicken darüber hinaus noch auf ein anderes „B“, nämlich auf Max Bruch, dessen 100. Todestag sich heuer jährt. „B wie Bruch“ steht am Mittwoch, 5. August, auf dem Konzertplan. Höhepunkt ist dabei ein selten gehörtes Vergnügen: ein Oktett für Streicher. „Till Eulenspiegels lustige Streiche“ stehen im Mittelpunkt der Familienkonzerte am Mittwoch, 12. August.
Tuba trifft Violine heißt es am Mittwoch, 19. August, im Rahmen des Auftritts von „Stradi-
humpa“ – alias Benjamin Schmid und Andreas Martin Hofmeir.  Das „Minguet Quartett“ huldigt am Mittwoch, 26. August, den „Großen“ – auf dem Spielplan stehen Haydn, Verdi und natürlich Beethoven.

Sicherheit wird groß geschrieben
Ähnlich wie beim ersten Auftritt der Kitzbüheler Musikfreunde unter dem Motto „Yes, we do“ wird auch bei den Sommerkonzerten höchste Sorgfalt auf die Sicherheitsplanung gelegt. Die Ensembles teilen ihr ursprünglich geplantes Programm kurzerhand auf zwei verschiedene Konzerte à 60 Minuten auf. Dabei gehen sie übrigens mit der feinen Klinge vor und jeder Besucher hört einen repräsentativen Querschnitt. Dadurch bleibt die Qualität erhalten und gleichzeitig werden die Corona-Sicherheitsbestimmungen perfekt eingehalten. Keinem Besucher geht Hörgenuss verloren – Herbert Lindsberger fügt noch mit einem gewissen Augenzwinkern in eigener Sache hinzu: „Wer ganz sicher sein will, das gesamte ursprüngliche Programm zu hören, entscheidet sich daher für beide Konzerte.“ Maskenpflicht gilt nur beim Betreten der Landesmusikschule Kitzbühel, im Saal sind die Sitzplätze im Sicherheitsabstand von einem Meter angeordnet. Kartenreservierung erfolgt über Kitzbühel Tourismus. Der TVB ist ein langjähriger Partner für die Sommerkonzerte, daher ließ es sich GF Viktoria Veider-Walser auch nicht nehmen, bei der Programmvorstellung dabei zu sein. Immerhin: rund die Hälfte des Publikums machen Kitzbühels Gäste aus, wie die Musikfreunde aus Erfahrung wissen. Elisabeth Galehr

Foto: Freuen sich, dass die Tradition auch im Corona-Sommer hochgehalten wird: der Obmann der Musikfreunde, Johannes Gasteiger, LMS-Direktor Peter Gasteiger, Kitzbühel Tourismus-GF Viktoria Veider-Walser, Kulturreferent Vize-Bgm. Walter Zimmermann und der künstlerische Leiter Herbert Lindsberger. Foto: Galehr

Programm - Jeweils zwei Konzerttermine
5. August, 18.30 bzw. 20.30 Uhr: „B wie Bruch“; 12. August, 16 bzw. 18.30 Uhr: Familienkonzert „Till Eulenspiegels lustige Streiche“; 19. August, 18.30 bzw. 20.30 Uhr „Stradi-
humpa“; 26. August, 18.30 bzw. 20.30 Uhr „Minguet Quartett“, jeweils im Saal der LMS. Karten: Kitzbühel Tourismus.

 
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