11.03.2016
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Musig spielte mit Superlativen

In Feierlaune zeigte sich die Musikkapelle St. Johann bei ihrem Frühjahrskonzert unter dem Motto „Vivat St. Johann“.

St. Johann  | Dem Anlass entsprechend – schließlich handelt es sich um die 800-Jahr-Feier der Marktgemeinde – schöpfte das Ensemble aus dem Vollen. Mit Aushängeschildern wie der Ausnahme-Solistin Daniela Koch und dem begnadeten Komponisten Helmut Maurberger brauchte Kapellmeister Hermann Ortner nicht in die Ferne zu schweifen, um ein entsprechend schillerndes Programm auf die Beine zu stellen.

Großartiges Heimspiel für Daniela Koch

Die Eröffnungsfanfare schien eigens nur für sie gespielt worden zu sein, denn die Flötenvirtuosin Daniela Koch stürzte sich mit „La Flute de Pan“ danach umgehend in eine atemberaubende Sonate. Dass sie daheim in St. Johann, vor „ihrem“ Publikum spielen konnte, beflügelte die talentreiche Virtuosin scheinbar nur umso mehr und es wird niemanden verwundern, dass Daniela Koch dem Konzert zu einem der großen Höhepunkte verhalf.

Gleich im Anschluss zogen 800 Jahre St. Johanner Geschichte musikalisch am Ohr vorbei, als die Suite „Vivat St. Johann“ angestimmt wurde. Das Auftragswerk aus der Feder von Helmut Maurberger bedient sich geschickt vieler tonaler Versatzstücke aus der jeweiligen Zeit – somit fällt es dem Zuhörer leicht, sich historisch in den einzelnen Sätzen der Partitur einzuordnen.

Auch das Auge durfte während der Aufführung mitschauen, denn Hannes Hofinger, der sich übrigens auch für die Textelemente von „Vivat St. Johann“ verantwortlich zeichnet, untermalte das Geschehen auf der Klangbühne mit einer recht kecken Leinwand-Präsentation.

Eine Uraufführung auf dem Weg nach Rom

Ein hübsches Geschenk für die St. Johanner hatte Andreas Embacher parat: Sein eigens komponierter Konzertmarsch „Omnes viae Romam ducunt“ (Alle Wege führen nach Rom) wurde im Rahmen des Frühjahrskonzertes der St. Johanner uraufgeführt.

War der erste Teil des Abends der Heimat und ihren Melodien gewidmet, konnte die Musikkapelle nach der Pause in die Ferne schweifen: Lateinamerikanische Rhythmen und zündende Pop-Granaten prägten den Ausklang des Konzertes.

Bei der „Fantasy on Bizet‘s Carmen“ konnte Daniela Koch ihre Querflöte noch einmal so richtig heiß laufen lassen. „Samba Explosion“ – der Name war Programm. Musikalisch verstärkt von den bewährten Kittens ging es mit Schmiss in Richtung Zugaben. Da wurde dann tonal aus allen Rohren gefeuert und das Publikum atemlos zurückgelassen. Eine wahre, großartige Leistungsschau der St. Johanner Musig. Elisabeth Galehr

 
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