12.06.2015
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Mundart-G‘song ging „Vü weida“

Wahrlich nichts geschenkt haben sich die Teilnehmer des heurigen Mundart G‘song: Mit „LeRoXa“, „Zeitweis“ und „Eigenanbau“ waren gleich drei ehemalige Gewinner des Singbewerbs am Start.

Fieberbrunn | Dennoch machten sie den Sieg nicht alleine unter sich aus: Auch die Mundart-G‘song-Neulinge von „Peter und die Anderen“ mischten das hochkarätige Teilnehmer-Feld gehörig auf. Ein günstig gefallenes Startnummern-Los sorgte zudem dafür, dass der Spannungsbogen an diesem Abend konstant hoch blieb. Der Truppe Freerider oblag die Ehre des ersten Auftrittes, sie sicherte sich dabei 108,5 Punkte. „LeRoXa“, die Vorjahressieger aus dem Salzburgischen, setzten gleich als zweite Band einen starken Akzent. Mit „Vü Weida“ regten sie zunächst mit einem sozialkritischen Stück zum innehalten an, während „Koa Zeit“ - eine humoristische Fußnote zum Thema Freizeitstress -  mit satten 68,5 Punkten zum erfolgreichsten Titel des Abends werden sollte. Als hätten sie geahnt, dass die Konkurrenz heuer besonders hart sein würde, brachten „LeRoXa“ somit zwei Lieder mit, die das Niveau ihrer beiden Vorjahrssieger sogar noch überstieg. Dies sah auch die Jury so und vergab insgesamt 134,5 Punkte für den Auftritt des Salzburger Trios.

„Eigenanbau“ blieb auch diesmal inhaltlich seinem Stil voll treu und erhielt dafür 124 Punkte. „Zeitweis“ machten es gleich darauf wieder spannend, das Dreigestirn verstärkte sich diesmal mit Peter Salinger an der Mundharmonika. Dem Publikum wurde mit „Regen“ und „Dass aus mir was weascht“ ein rhythmischer Mix mit zahlreichen Facetten serviert. Dafür erhielten die Mundart-G‘song-Sieger des Jahres 2013 auch viel Ehre - dennoch reichten sie mit 130 Punkten nicht an die große Konkurrenz des diesjährigen Starterfeldes heran.

War der bisherige Verlauf des Abends von gefälligen Harmonien bestimmt, setzten „GöKo und Co“ aus Saalfelden dann einen lautstarken Kontrapunkt. „Der Zauberer Jaggl“ war beispielsweise als musikalische Moritat konzipiert, als solche wurde sie auch umgesetzt. Ein Mundart-G‘song-Experiment, das von der Jury nur bedingt gewürdigt wurde. Die Saalfeldener erhielten insgesamt lediglich 105 Punkte. Ein ganz anderes Schicksal war „Peter und den Anderen“ beschieden: Der Kapellmeister der MK Oberndorf hatte sich eine Handvoll wackerer Mannen gesucht, um die Mundart-G‘song-Welt zu erobern. Mit „Weck mi auf“ und „Irgendwie“ ließ er es ordentlich krachen. Damit schoss die Gruppe in der Wertung weit nach oben, doch schließlich mussten sie sich mit 133 Punkten den Vorjahressiegern geschlagen geben.

„James Bond vom Land“ und „Liebeslied Pferd“ waren die Titel, mit denen Franz Berger mit seinen „Freint“ heuer auch wieder in den Ring stieg, er durfte sich über 127,5 Punkte freuen. Die „Greenwoodhunters“ aus Fieberbrunn machten es zu guter Letzt noch einmal spannend, dank einer wahren Stimmungsexplosion erspielten sie sich 129 Punkte.

Am Ende des Abends standen „LeRoXa“ alias Lena Scheibner aus Rauris, Robert Innerhofer aus Bramberg und Xandi Reicher aus St. Veit im Pongau als verdiente Sieger auf dem Podest. Dies übrigens ohne die berühmte gläserne Siegestrophäe: die war nämlich schon zu Beginn des ereignisreichen Abends in Scherben gegangen. Elisabeth Galehr

Bild: Das Trio „LeRoXa“ holte den Mundart-G‘song-Sieg erneut in‘s Salzburger Land. Foto: Galehr

 
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