10.09.2016
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„Müll“ imposant in Szene gesetzt

Bei der Räumung der ehemaligen Mülldeponie Auwirtslacke ist so einiges „aufgetaucht“. Der heimische Fotograf Hubert Bernard verewigte die Fundstücke in beeindruckenden Bildern.

Kössen | Wie eine Mülldeponie zur Fundgrube für Künstler wird, zeigt das Projekt „Transformationen+“ in Kössen. Wie der Kitzbüheler Anzeiger bereits mehrfach berichtet, machten es sich 19 Künstler aus fünf Nationen zur Aufgabe aus den entsorgten Gegenständen Kunstwerke entstehen zu lassen. Das ambitionierte Kunstprojekt ist mittlerweile über die Landesgrenzen hinaus bekannt. So beeindruckten einige Skulpturen bereits in München beim renommierten Tollwood-Festival.

Bis 1985 diente Auwirtslacke als Deponie

Bis 1985 wurde in der Auwirtslacke Müll entsorgt. Im Zuge des Hochwasserschutzes musste die Deponie geräumt werden. Die Fundstücke, darunter ein riesiger Tanker, Motorräder oder sogar ein Fahrgestell eines Busses, die in der Auwirtslacke verborgen waren, inspirierten auch den Fotografen Hubert Bernard. Er begleitet das Projekt mit seiner Kamera. „Jeder, der die Mülldeponie kannte, hat sich schon gefragt, was da wohl alles verborgen liegt. Das hat auch meine Neugier geweckt. In der Ausstellung wird ein Querschnitt der vielen Fotos gezeigt, die ich gemacht habe“, erklärt Bernard. Die Bilder beleuchten den „Müll“ von einer ganz neuen Seite. Der heimische Fotograf spielt gekonnt mit Perspektiven, Farben und Formen.

Nachdenken über das Wegwerf-Verhalten

Die Fotografien, die auch zum Nachdenken anregen, werden im Gemeindeamt in Kössen ausgestellt. „Wir sollten uns bewusst darüber werden, was passiert, wenn man etwas wegschmeißt. Unsere Arbeit soll auch als eine Art Mahnmal gegen die Wegwerf-Gesellschaft dienen“, erklärt Hartmut Brinkmann, Projektleiter „Transformationen+“ und Obmann Kulturschmiede Kaiserwinkl.

 „Transformation+“ geht weiter

Als nächster Schritt beim Projekt „Transformation+“ ist ein Rundgang mit den Skulpturen entlang der Ache geplant. „Wir arbeiten an der Umsetzung auf Hochtouren und sind stolz darauf, so ein Kunstprojekt im Ort zu haben“, so Emanuel Draxer, Obmann des Kunstausschusses, der die Ausstellung im Namen der Gemeindeführung offiziell eröffnete.

Ausstellung läuft bis 11. November

Die Fotoausstellung „Auftaucht“ von Hubert Bernard ist noch bis 11. November im Gemeindeamt von Kössen zu sehen. Die Öffnungszeiten entsprechen den Amtszeiten.
Johanna Monitzer

Bild: Kunstausschuss-Obmann GR Emanuel Daxer, Fotograf Hubert Bernard und Hartmut Brinkmann (Obmann Kulturschmiede Kaiserwinkl) eröffneten die neue Ausstellung „Auftaucht“ im Gemeindeamt in Kössen. Fotos: Monitzer

 

 

 
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