23.09.2016
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Mordsspaß bei der „Kriminale“

„Ich schreibe immer so wilde Sachen“ – Sollte jemand bis dahin noch nichts vom Erfolgskrimiautor Bernhard Aichner gehört haben – spätestens bei der ausgelassenen Lesung in der Tischlerei Sepp Hofer gab‘s Aufklärung vom Meister persönlich.  

Oberndorf  | Der Abend mit dem erfolgreichen Schriftsteller, aus dessen Feder u.a. bereits die Bestseller „Totenfrau“ und „Totenhaus“ flossen, stand unter dem vielversprechenden Titel „Kriminale“. Aichner zeigte sich bei seinem ersten Oberndorf-Besuch bestens gelaunt und garnierte seinen stimmungsvollen Auftritt mit kleinen Anekdoten aus dem Nähkästchen eines Autors. Lukas Bildstein am Schlagzeug und Florian King am Bass sorgten musikalisch für das I-Tüpfelchen des Abends.

Gänsehaut und Lachfalten

Minimalistische Sprache, martialische Handlung und eine Heldin, die man einfach gerne haben muss – das sind die Zutaten der Bestseller-Reihe über Bestatterin Brünhilde Blum.

Deren Schöpfer Bernhard Aichner nahm das Publikum an der Hand und zeigte ihm die spannendsten Schlaglichter der beiden Erfolgsromane auf, ohne – denn sonst wäre es ja nicht Aichner – an Spannung einzubüßen. Man konnte nicht umhin sich vorzustellen, dass der Osttiroler auch privat gerne mit seinen Hauptfiguren spricht. Zuweilen muss er dann auch lachen. Denn in Aichner-Büchern hat auch das Absurde Platz, genauso wie das Sanftmütige.

Überhaupt „gestand“ der Autor seinem Publikum: „Ich wollte immer einen Liebesroman schreiben, aber das geht ständig schief. Spätestens nach der 20. Seite stirbt jemand.“

An diesem Abend wurde der enthusiastischen Zuhörerschaft auch noch ein Auszug aus dem „Interview mit einem Mörder“ zuteil. Hauptfigur Max Broll und alle Widrigkeiten, die ihm zustoßen, sorgten ebenfalls für „Mords-Spaß“ auf dem Tischlerei-Gelände von Sepp Hofer.

Übrigens ist das ein Auftrittsort, der dem Krimi-Autor („Ich habe bereits in einer Kirche und einem Krematorium gelesen“) in seinem Portfolio noch gefehlt hat. Jedenfalls fühlte sich Bernhard Aichner, der selbst in einem Möbelhaus groß geworden ist, gleich heimisch und das ließ er seine begeisterten Fans spüren.

Fazit: Ein rundum gelungener, spritziger Krimiabend, der bestens den Geist der Aichner-Bücher einfing.  
Elisabeth Galehr

Bild: Starautor Bernhard Aichner folgte der Einladung von Rosmarie Hofer, Antonia Luftensteiner, Sepp Hofer und Josef Hofer jun. ( v.l.) nach Oberndorf. Foto: Galehr

 
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