06.12.2017
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Mobilitätssterne vergeben

„Vorzeigegemeinden vor den Vorhang“ hieß es gestern wieder bei der Auszeichnungsveranstaltung „Tiroler Mobilitätssterne“ im Innsbrucker Landhaus.

Innsbruck, Kirchberg, St. Johann | Angelehnt an die Sterne-Auszeichnung in der Gastronomie wurden 45 Gemeinden vom Land für außerordentliche Leistungen in der kommunalen Verkehrspolitik gewürdigt.

Innovative Maßnahmen gesetzt

Mobilitätslandesrätin LHStvin Ingrid Felipe freut sich über die große Vielfalt innovativer Mobilitätsprojekte in den Gemeinden: „Ich bin zuversichtlich, dass wir unser Ziel der Energieautonomie bis 2050 schaffen. Dazu müssen wir allerdings unseren Energieverbrauch halbieren und das gelingt nur über einen Wandel in der Mobilität.

Die heute ausgezeichneten Gemeinden haben verstanden, dass es dazu neben den gängigen Maßnahmen wie Tempo-30-Zonen, Förderung von Rad- und Fußwegen oder Errichtung von Schutzwegen zusehends auch Initiativen braucht, die weniger auf Verbote und Regulative als auf Akzeptanz von und Beteiligung an nachhaltiger Mobilität setzen.“ Felipe spricht damit die immer häufiger werdenden Carsharing-, Dorftaxi- und Rufbus-Konzepte an, die oft auf ehrenamtlichem Engagement basieren. „Auffällig ist zudem die steigende Präsenz von E-Mobilen im Gemeindefuhrpark. Dies zeigt, dass wir mit dem Aktionsprogramm E-Mobilität und dem daraus resultierenden Leitfaden für E-Mobilität am Bauhof am Puls der Zeit liegen“, so die Mobilitätslandesrätin abschließend.

Bemühen um nachhaltige Mobilität

Auch im Bezirk Kitzbühel gibt es Engagement im Rahmen des Landesprojekts „Gemeinden mobil“. Die Gemeinden Kirchberg und St. Johann wurden von der Jury dabei mit je drei Mobilitätssternen bedacht.

Vielfalt an Initiativen in Kirchberg

Lob der Jury gab es für die „Vielfalt der Initiativen in Kirchberg, die vom Ausbau der E-Ladeinfrastruktur gemeinsam mit der TVB, über die Auslotung von Potentialen für eine Begegnungszone, bis hin zu einem regionalen Radkonzept reicht.“

Attraktive Gestaltung  in St. Johann

Die Auszeichnung für St. Johann wurde mit „der attraktiven Gestaltung des öffentlichen Raums, wo hohe Aufenthaltsqualität und gelungene Verkehrsberuhigung zu einer hohen Verweildauer einladen“ sowie mit „der Stärkung des öffentlichen Verkehrs vor allem für ältere Personen und nachtaktive Jugendliche“ begründet.

Die Tiroler Mobilitätssterne werden seit 2009 alle zwei Jahre von einer unabhängigen Jury vergeben. Die Jury entscheidet auf Grundlage eines ausführlichen Kriterienkatalogs und kann Gemeinden mit bis zu fünf Mobilitätssternen würdigen.  

Die Tiroler Mobilitätssterne sind eine Initiative im Rahmen des Mobilitätsprogramms „Tirol mobil“, in dem sich das Land in Zusammenarbeit mit den Gemeinden, Schulen und Betrieben den Ausbau umweltfreundlicher Verkehrsangebote zum Ziel gesetzt hat. Die Organisation des Auszeichnungsverfahrens und die Betreuung der Gemeinden liegt bei Energie Tirol.

Eine detaillierte Beschreibung der ausgezeichneten Gemeindeprojekte und Fotos finden Sie auf www.energie-gemeinde.at

Bild: LHStvin Ingrid Felipe, Josef Schroll, Verkehrsausschussobmann Kirchberg, und  Stefan Seiwald, Bürgermeister St. Johann (v.l.).  Foto: Energie Tirol/Blitzkneisser

 
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