13.09.2017
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Mit der Energie der Sonne

Unter dem Motto „Die Sonne schickt keine Rechnung“ luden die Grünen zur Pressekonferenz. Das Potential der Solarenergie wird in Tirol noch viel zu wenig genutzt, zeigte Thomas Haidenberger, Tiroler Spitzenkandidat der Grünen bei der NR-Wahl auf.

Kitzbühel | Die Inhalte und nicht nur die wahlwerbenden Personen wollen die Grünen wieder mehr ins Zentrum des Wahlkampfes rücken. Bezirkssprecher Helmut Deutinger lud daher gemeinsam mit Florian Pointner (Zweiter der Wahlkreisliste Tiroler Unterland 7c) und dem Osttiroler Bezirkssprecher und Tiroler Listenzweiten der Nationalratswahl, Thomas Haidenberger, zum Gespräch.

Photovoltaik als interessante Alternative

Die Energiewende wird in Zeiten des Klimawandels ein immer wichtigeres Thema. Nachdem sich die Preisentwicklung von Photovoltaik-Anlagen in den letzten 15 Jahren nach unten entwickelt hat, kann man nun auch preisgünstig Energie selbst produzieren, führt Haidenberger, der auch als Energieberater tätig ist, aus. „Wenn die Energie vor Ort produziert wird fallen Netzkosten und auch die Verluste durch den Transport weg. Die vor Ort erzeugte Energie steht eins zu eins zur Verfügung“, erklärt Haidenberger. Zwar ist das Speichern der Energie zur Zeit noch ziemlich teuer, doch mit einer Anpassung der Verbrauchszeiten kann auch viel eingespart werden.

Gefordert sind laut Haidenberger auch die Netzbertreiber, die Tarife entsprechend zu gestalten – auch auf die Jahreszeiten eingehend – um Anreize zum Energiebewußtsein zu schaffen. Grundsätzlich sollte aber eine Photovoltaik-Anlage auf den eigenen Bedarf angepasst sein und die Produktion nur den Eigenbedarf abdecken.

Tirol hat großen Aufholbedarf

Ein Blick über die Grenzen zeigt, wie groß die Möglichkeiten mit Photovoltaik sind. In Bayern werden derzeit 16 Prozent des Stroms durch die Sonne gewonnen, bis zum Jahr 2021 will man sogar 20 Prozent aus Solarenergie beziehen. Tirol hingegen produziert derzeit gerade Mal ein Prozent der Energie aus Sonnenenergie. Im Programm „Tirol 2050“ strebt man an energieautonom zu sein, doch für Thomas Haidenberger ist es höchste Zeit zum Handeln, um dieses Ziel zu erreichen. Für ihn ist die Politik gefordert, Anreize zum Umstieg zu schaffen und nicht weitere Hürden zu bauen. Elisabeth M. Pöll

Bild: Florian Pointner (Listenzweiter im Wahlkreis Unterland 7c), Bezirks-Grünen-Sprecher Helmut Deutinger und Thomas Haidenberger (Listenzweiter in Tirol für die Nationalratswahl) zeigten die Möglichkeiten für die Nutzung der Sonnenenergie und eine Energiewende auf. Foto: Pöll

 
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