22.10.2016
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Mit dem richtigen Schmiss

Zum ersten Mal nahm die Bundesmusikkapelle Aschau an einem Bundeswettbewerb teil. Im Wettspiel mit anderen Kapellen aus den neun Bundesländern konnten sich die Aschauer den fünften Rang sichern.

Ried, Aschau | Es war das absolute Highlight in der bisherigen Geschichte der Musikkapelle Aschau, sind sich Kapellmeister Peter Aschaber und Obmann Joe Schroll einig. Zum ersten Mal im fast 120-jährigen Bestehen der Kapelle maßen sich die Musikanten aus dem Spertental mit ihren Kollegen aus ganz Österreich. Beim erstmals ausgetragenen Bundeswettbewerb Polka-Walzer-Marsch belegten die Tiroler Vertreter den fünften Rang.

Während sich in den anderen Bundesländern die in Bezirks- und Landesausscheidungen die Teilnahme an dem Bundeswettbewerb erspielen mussten, wählte der Tiroler Blasmusikverband mittels Los den Teilnehmer aus. Von den 14 Tiroler Musikbezirken zeigten nur drei Orchester Interesse an dem Wettbewerb. Da die drei Kapellen von der Landesführung gleich eingestuft wurden, entschied das Los über die Teilnahme. Fortuna war der Aschauer Musik wohlgesinnt.

Ein Monat voller intensiver Proben

Antriebsfeder für die Bewerbung war Bezirkskapellmeister Christian Egger, der die Aschauer zu diesem Schritt motivierte, schließlich liegen Polka und Walzer ganz im „Åschinger Schmiss“. Im November 2015 wurde die Kandidatur eingereicht, die intensive Probephase startete aber erst nach Abschluss der Platzkonzerte. Natürlich hatte der bevorstehende Bewerb aber auch Einfluss in den Probenplan während des gesamten Jahres. „Die intensive Probenphase hat am 9. September gestartet. Bis zum Wettbewerb am 9. Oktober hielten wir zehn Teil- und neun Gesamtproben ab“, erinnert sich Kapellmeister Peter Aschaber, der auch die treibende Kraft und vor allem der große Motivator für den Bundeswettbewerb war.

Neben dem Pflichtstück „Marsch unter dem Doppeladler“ von Franz Wagner, das alle Kapellen aufführen mussten, standen im Bereich Polka und Walzer zehn Musikstücke zur Auswahl. Im Schwierigkeitsgrad waren die musikalischen Werke in den Stufen C und D (schwer und sehr schwer) eingestuft. Die Aschauer Kapelle bewies Courage und wählte bei der Polka die Kategorie D. Damit waren sie die Einzigen, die die schwierigste Einstufung wählten.

Gastspiel im Probelokal Altheim

Am Samstag, 8. Oktober, ging es dann für die BMK Aschau nach Ried, wo im Rahmen der Rieder Musikmesse das Bundeswettspiel ausgetragen wurde. Bevor die Aschauer aber am Sonntag die Bühne betraten, wurde noch ein Zwischenstopp im Probelokal Altheim eingelegt, um ein letztes Mal noch die drei Stücke zu spielen. Die internationale Jury bewertete die Präsentation in zehn verschiedenen Kategorien.

Besonders stolz ist Peter Aschaber auf die 9.0 im Bereich „Ton und Klangqualität“. Das Maximum lag bei zehn Punkten. Insgesamt erhielt die BMK Aschau für die Darbietung der drei Kompositionen (Unter dem Doppeladler, Hereinspaziert und Brinpolka) 86.0 Punkte und belegte damit den fünften Platz. Die höchste Bewertung erhielt die Trachtenmusikkapelle Bad Leonfelden mit 93,2 Punkten.

Auf die Leistung dürfen die Musikanten aus Aschau berechtigt stolz sein, schließlich traten sie mit nur einer Gastmusikantin an. „Die anderen Kapellen hatten alle bis zu fünf Gastmusikanten“, erzählt Obmann Joe Schroll.
Jetzt dürfen die 46 erfolgreichen Musikanten kurz durchschnaufen. Eine Woche wird mit der Probe ausgesetzt, ehe die Stücke für das Cäcilienkonzert einstudiert werden müssen. Das Konzert findet übrigens am 19. November im Hotel Elisabeth in Kirchberg statt. Elisabeth M. Pöll

Bild: Den Vergleich mit anderen Musikkapellen aus ganz Österreich braucht die BMK Aschau nicht zu scheuen. Beim Wettspiel Polka-Walzer-Marsch belegten die Aschauer den fünften Platz. Foto: Lisbeth Hauser

 
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