01.03.2019
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Millionenprojekt ist auf Schiene

Die Gemeinde St. Johann greift für den Bau eines Kinderbetreuungszentrums tief in die Tasche. Die erste Kostenschätzung für den Bau macht rund 7,8 Millionen Euro aus.

St. Johann | Die Weichen für den Bau des Kinderbetreuungszentrums auf den sogenannten „Ellbögengründen“ wurden bereits im letzten Jahr gestellt. Nun wird mit Hochdruck an der Realisierung gearbeitet, um den anvisierten Baubeginn Mitte September dieses Jahres einzuhalten.

Die ortsansässige Architektengruppe P3 konnte im November den Architektenwettbewerb für sich entscheiden und nahm eine erste Kostenschätzung vor. Rund 7,84 Mio. Euro wird der zweigeschossige Gebäudekomplex ungefähr kosten.

Gemeinde will Passivhaus-Standard

Die Gemeindeführung sprach sich letzte Woche jedoch auch noch dazu aus, geschätzte 100.000 Euro extra auszugeben, um im Passivhaus-Standard zu bauen. Gerade in Hinblick, dass St. Johann zu den E5-Klimagemeinden gehört, hielten die Gemeinderäte diese Mehrausgaben für sinnvoll. „Es ist nicht unbedingt notwendig, aber natürlich wäre das dann die Goldmedaille, würde man Bauvorhaben auszeichnen“, veranschaulichte Architekt Wilfried Filzer.

Wo könnte man noch einsparen?

Etwaige sinnvolle Einsparungsmöglichkeiten beim Neubau gibt es nicht mehr, wie das Architektenteam auf Nachfrage von GV Heribert Mariacher (parteifrei), erklärte: „Klar könnte man noch weiter gehen und z.B. die Vordächer weglassen – aber was das bei uns für Auswirkungen hat, haben wir spätestens in diesem Winter gemerkt. Von solchen Einsparungen raten wir ab.“
Bürgermeister Stefan Seiwald (VP) betont, dass es für das Projekt einen Rahmen von max. 8,5 Mio. Euro gibt: „Großes Ziel war, dass wir bei der Kostenschätzung nicht acht Millionen Euro überschreiten.“

Experten von GemNova betreuen das Projekt

Damit die Kosten bei der Bauabwicklung auch im Rahmen bleiben, beauftragte die Gemeindeführung die GemNova GmbH (100 % Tochterunternehmen des Tiroler Gemeindeverbandes). Die GemNova übernimmt die gesamte Ausschreibung samt der bürokratischen Abwicklung des Bauvorhabens, sie kümmert sich um Förderungen und schlägt Alarm, falls die Kosten explodieren sollten. „Mit unserem Expertenteam betreuen wir sehr viele öffentliche Bauvorhaben in Tirol. Bei dieser Größenordnung muss EU-weit ausgeschrieben werden und hier gilt es vieles zu beachten, damit es nicht zu unangenehmen Überraschungen kommt“, veranschaulicht GemNova Projektleiter Alexander Gostner.
Die Betreuung lässt sich die Gemeindeführung 85.000 Euro kosten. „Im Vergleich zu den Baukosten ist das mehr als vertretbar und eigentlich sogar sehr günstig“, so Bürgermeister Seiwald.  Als Alternative hätte die Gemeindeführung Rechtsanwaltskanzleien damit beauftragen können.

Förderungen bereits zugesagt

Für den Bau des Kinderzentrums hat die Gemeindeführung bereits schriftliche Zusagen über Förderungen von 2,5 Mio. Euro im Haus. „Ziel ist, dass wir ein Drittel der Kosten gefördert bekommen“, so der Bürgermeister.
Nun geht es an die weiteren Detailplanungen. Mitte September könnten die Bagger auf den Ellbögengründen auffahren. Nach zwei Jahren Bauzeit soll das erste Kinderlachen aus dem Gebäude, in dem Kinderkrippe und der Kindergarten untergebracht werden, erklingen. Die Eröffnung des Kinderzentrums wird für Frühjahr 2021 anvisiert. Johanna Monitzer

Im Frühjahr 2021 soll das Kinderzentrum fertig sein. Nach einem Namen wird noch gesucht. Visualisierung: P3

 
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