04.03.2017
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Menschen im Blickpunkt: Hans Steiner

Einer der höchstrangigen Schützen des Landes Tirol ist abgetreten: Major Hans Steiner, Kommandant des Viertel Unterland, legte sein Amt nach 24 Jahren nieder. In Würdigung seiner Leistungen wurde er zum Ehrenmajor ernannt.

Waidring  | „Es war hoch an der Zeit, diese große Aufgabe in jüngere Hände zu übergeben“, ist Hans Steiner überzeugt. 24 Jahre lang stand er als Kommandant an der Spitze des Viertel Unterland, befehligte Tiroler Schützen vom Pass Strub  über Kufstein und den  Achensee bis ins hintere Zillertal; insgesamt 69 Kompanien in den Bezirken Kitzbühel, Kufstein und Schwaz mit 4.040 aktiven Schützen, 328 Marketenderinnen sowie 324 Jungschützen.  

Führende Persönlichkeit  bei den Tiroler Schützen

Beim Bund der Tiroler Schützenkompanien geht mit Steiners Abdankung eine lange Ära zu Ende. Seit seinem Eintritt in die Kompanie Waidring (1966) ist er in der Hierarchie der Tiroler Schützen kontinuierlich aufgestiegen und im Landesverband zu einer führenden Persönlichkeit geworden, die das Tiroler Schützenwesen im Landesausschuss auch maßgeblich mitgeprägt hat. Dass er überhaupt den Schützen beigetreten ist, hatte aber ursprünglich ganz andere Gründe, wie er schmunzelnd erzählt: Seine Mitgliedschaft diente ihm, dem damals 18-Jährigen, als Vorwand, um von den Eltern die Erlaubnis zum Ausgehen und dem Besuch des Waidringer Schützenballs zu erhalten.  

Hans Steiner hat in seiner aktiven Zeit die Prinzipien „Erlernen, erhalten, gestalten“ stets hoch gehalten. „Vieles ist mir gelungen; alles, was ich wollte, habe ich aber nicht erreicht“, ist er sich rückblickend bewusst.  Mit der von ihm 1997 ins Leben gerufenen und seither erfolgreich geleiteten Offiziersausbildung vermittelte Steiner – selbst ein wandelndes Geschichtslexikon – den angehenden Offizieren die Grundwerte des Tiroler Schützenwesens, brachte ihnen das Bewusstsein für die Aufrechterhaltung von Tradition und Brauchtum sowie das Erkennen historischer Zusammenhänge anschaulich näher.

Großen Wert legte er stets auf die Einhaltung einer exakten Exerzierordnung. Steiner: „Dass es nicht gelungen ist, mit den Südtiroler Schützen eine gemeinsame  Exerzierordnung herzustellen, schmerzt mich.“  

Wichtig war und ist ihm, dass die Tiroler Schützen in der Öffentlichkeit Stärke demonstrieren: Pro Kompanie sollen mindestens 40 Gewehrträger ausrücken, so seine Vorgabe.  

Als persönliche Höhepunkte nennt  Hans  Steiner die Feierlichkeiten anlässlich des Jubiläums „175 Jahre Tiroler Freiheitskampf“ am Pass Strub, wofür sogar die B 178 gesperrt wurde,  den historischen Festzug in Waidring 2009 und die beeindruckende Gedenkfeier auf dem Monte Durrer bei Folgaria in der Provinz Trient im vergangenen Jahr.  

Seine aktive Zeit liegt freilich hinter dem ehemaligen Viertelkommandanten, den Tiroler Schützen bleibt Hans Steiner weiterhin treu verbunden. Und als Ehrenhauptmann seiner Heimatkompanie und  nunmehriger Ehrenmajor aus dem Unterland werde er auch künftig noch bei öffentlichen Anlässen „ein biss‘l dabei sein“, wie er meint. „Nur in das aktive Geschehen werde und will ich mich nicht mehr einmischen.“ Alexandra Fusser, Foto: Gerhard Biechl/Archiv Schützen

 
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