23.11.2018
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Meilenstein für leistbares Wohnen

Nach Schwaz setzt nun auch Kitzbühel einen neuen Maßstab in Sachen „leistbares Wohnen“. Vergangene Woche konnten die 32 „5-Euro-Wohnungen“ von den Mietern bezogen werden. Das Wohnprojekt der WE (Wohnungseigentum) konnte durch ein kostengünstiges Grundstück, das von der Stadtgemeinde Kitzbühel zur Verfügung gestellt wurde, und den Einsatz kostengünstiger Materialien realisiert werden.

Kitzbühel | Der Ruf nach leistbarem Wohnraum ist laut und auch gar nicht so neu. In Kitzbühel konnte nun seitens der WE gemeinsam mit der Stadtgemeinde Kitzbühel ein Meilenstein in Sachen „leistbares Wohnen“ gesetzt werden. Nach Schwaz ist Kitzbühel die zweite Gemeinde in Tirol, die das 5-Euro-Projekt umsetzt.

Beachten Sie dazu das Video in unserer ONLINE-Ausgabe!

Die Stadt stellte der gemeinnützigen Wohnbaugesellschaft Wohnungseigentum im Gemeindegebiet Staudach ein kostengünstiges Grundstück – es wird ein Baurechtszins von einem Euro pro Jahr bezahlt – zur Verfügung. Durch den Verzicht  auf Tiefgarage und Untergeschoss sowie dem Einsatz von kostengünstigen Materialien konnte das Projekt realisiert werden. Wohnraum um fünf Euro pro Quadratmeter inklusive Betriebs- und Heizkosten.

Straff kalkuliert und neueste Standards

Insgesamt umfasst das mit 4,2 Millionen Euro veranschlagte Projekt 32 Wohnungseinheiten sowie 36 oberirdische Pkw-Stellplätze. Die kompakte, attraktive Anlage wurde in ortsverträglicher Bauweise errichtet und besteht aus barrierefreien Zwei- und Dreizimmer-Wohnungen auf vier Geschossen (mit Lift), umgeben von einer Grünfläche mit Spielplatz. Gebaut wurde die Anlage in Massivbauweise im Niedrigenergiestandard der Tiroler Wohnbauförderung. Eine Solaranlage unterstützt die Warmwasseraufbereitung und wirkt dadurch kostensenkend, eine zentrale Gasbrennwertanlage sorgt für die Heizung der Wohnungen. Begonnen wurde mit dem Bau im September 2017, im Dezember des gleichen Jahres folgte die Firstfeier und am 13. November wurden die Wohnungen an die Mieter vergeben.

LH Platter sprach von einem Meilenstein

Zur Wohnungsübergabe war neben Kitzbühels Bürgermeister Klaus Winkler und den Vertretern der WE, angeführt von den Geschäftsführern Walter Soier und Christian Switak, sogar Landeshauptmann Günther Platter mit Wohnbauförderungs-Landesrätin Beate Palfrader angereist. „Wohnraum mag ein knappes Gut in Tirol sein, dennoch steht für uns als Tiroler Landesregierung eines außer Frage: Wohnen darf nicht zum Luxus werden. Umso mehr freut es mich, dass mit dem 5-Euro-Wohnen der WE ein wichtiger Beitrag zu leistbarem Wohnen in unserem Land geleistet wird. Allen Bewohnerinnen und Bewohnern dieser neuen Anlage wünsche ich viele schöne und unvergessliche Momente in den neuen vier Wänden“, sprach Platter bei der Übergabe.

„Die heutige Übergabe des Wohnprojekts der WE im Südwesten des Gemeindegebietes Staudach/Einfang markiert einen besonderen Tag in der Geschichte des gemeinnützigen Wohnbaus in Tirol. Bei der vom Land Tirol mit 2,8 Millionen Euro objektgeförderten Wohnanlage liegt die Bruttomiete nach den Richtlinien der Wohnbauförderung bei fünf Euro pro Quadratmeter. Dass dies in einem der wohl hitzigsten Immobilienmärkte des Landes gelungen ist, ist ein kräftiges Zeichen für leistbares Wohnen in Tirol“, so WE-Geschäftsführer Walter Soier.

Stolz auf das realisierte Wohnprojekt ist auch Kitzbühels Bürgermeister Klaus Winkler: „Damit zeigen wir klar, dass es bei uns nicht nur teure Wohnungen gibt, sondern auch günstige Wohnflächen.“

Großes Lob und Pokale gab es auch für die Sozialreferentin der Stadtgemeinde Kitzbühel, Hedi Haidegger, und Stadtbaumeister Stefan Hasenauer. Elisabeth M. Pöll

Bild: Walter Soier (GF Wohnungseigentum), Bgm. Klaus Winkler, Diakon Manfred Prodinger, LH Günther Platter, LRin Beate Palfrader, Vize-Bgm. Gerhard Eilenberger, Sozialreferentin der Stadt Kitzbühel Hedi Heidegger und LAbg. Alexander Gamper (v.l.) bei der Schülsselübergabe der 5-Euro-Wohnungen in Kitzbühel. Foto: Pöll

 
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