11.07.2016
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Mehr Platz für die Kinder

Neubauen, umbauen oder aufstocken? Die Volksschule und der Kindergarten in Reith platzt aus allen Nähten. Nun wurde ein Architekturwettbewerb gestartet. Nicht alle Gemeinderäte sprachen sich aber in der jüngsten Sitzung dafür aus.

Reith | Seit längerer Zeit sucht die Reither Gemeindeführung nach einer Lösung für ein Bildungszentrum, denn die Volksschule und der Kindergarten platzen aus allen Nähten, die Kinderkrippe wurde aufgrund Platzmangels in den Räumlichkeiten beim Fußballplatz „ausgesiedelt“. Auch das Verkehrschaos bei der Volksschule bereitet den Mandataren Kopfzerbrechen. „Zahlreiche Verhandlungen wurden geführt, bis es gelungen ist 740 Quadratmeter Grundfläche für einen Parkplatz zu erwerben“, informiert Bürgermeister Stefan Jöchl. Doch damit ist das Problem des Platzmangels im Gebäude nicht gelöst.

Die Kosten belaufen sich auf rund 4 Millionen Euro

Kommunaltechniker Andreas Meikl im Vorfeld bereits verschiedene Schätzungen und Vergleiche ausgearbeitet, was ein Neu- oder Umbau kosten würde. „Die Kosten belaufen sich immer bei etwa vier Millionen Euro, wobei bei einem Gebäudeneubau noch die Grundkosten hinzukommen“, erklärt Meikl.

GR Sebastian Hölzl will neues Gebäude bauen

Ob die Gemeinde weiteren Grund erwerben oder tauschen könnte, wurde bereits in ersten Gesprächen mit den Eigentümern erörtert. Bürgermeister Jöchl spricht von keinem negativen Ergebnis, kann aber auch kein positives vorlegen. Das stößt vor allem Gemeindevorstand Sebastian Hölzl (Reither Bürgerliste) sauer auf. Er will nichts überstürzen und weiterverhandeln. „Für mich wäre ein Neubau die bessere Lösung. Nur weil die erste Verhandlung nicht zum gewünschten Ergebnis geführt hat, braucht man nicht gleich aufgeben“, betont Hölzl und stellte den Antrag, über weitere Verhandlungen abzustimmen.

Keine Einigkeit im Gemeinderat

Acht, der dreizehn Gemeinderäte sprachen sich gegen ein Weiterführen der Verhandlungen und damit einem Um- und Neubau am bereits bestehenden Standort aus. „Es sprechen vor allem der Zeitfaktor, die Tatsache, dass kein Grund verbraucht wird und die Grundkosten für einen Ausbau des bestehenden Standortes“, erklärt Bürgermeister Jöchl.

Baubeginn wäre 2017 möglich

Der Gemeinderat sprach sich mehrheitlich dafür aus, einen Architekturwettbewerb zu starten.  Die Ergebnisse dazu werden für diesen Herbst erwartet. „Wenn alles nach Plan läuft, könnten wir dann im Jänner mit der Ausschreibung beginnen und ein Baustart wäre Ostern 2017 möglich“, erklärt Kommunaltechniker Meikl. Eine Fertigstellung wäre für 2018 möglich. Nun gilt es, die Finanzierung zu klären. „Vier Millionen Euro sind für eine Gemeinde wie Reith kein Klacks, aber mit Unterstützung vom Land werden wir die Finanzierung schaffen“, erklärt der Bürgermeister.

Und was ist mit dem Verkehr?

Neben dem Ausbau des bestehenden Standortes will die Gemeindeführung weiter an einer Lösung für die Verkehrsproblematik arbeiten. „Dass wir beim innerörtlichen Verkehr besonders im Bereich der Schule eine Lösung finden müssen, hat oberste Priorität“, betont GR Monika Hager-Wild.  
Johanna Monitzer

 
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