28.04.2019
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Lokale Kunstschätze sichern

Drei Bürgermeister und Mitglieder aus vier Gemeinden dankten dem regen Verein.

Fieberbrunn | Ungewöhnliche „Schätze“ präsentierte der Heimatverein Pillersee bei der gut besuchten 21. Jahreshauptversammlung: die erneuerte Frauenfahne von Fieberbrunn, eine Kirchenfahne aus St. Jakob, Briefe eines Schmelzmeisters der Hütte, die zwischen 1880 und 1890 geschrieben wurden, und auf das Pillerseegebiet bezogene Bilder von Thomas Ender, einem der bedeutendsten österreichischen Aquarellisten des 19. Jahrhunderts.

Zeichnungen von Sepp Schwarz

Die Marktgemeinde Fieberbrunn erhielt aus dem Nachlass des Künstlers Sepp Schwarz ein Paket mit Zeichnungen des international anerkannten Grobschneiders, der als Sohn eines legendären Lehrers Kindheit und Jugend in Fieberbrunn erlebt hatte. Der Heimatverein würdigte durch Ausstellungen das künstlerische Schaffen von Vater und Sohn Schwarz und wird den Nachlass als Dauerleihgabe verwalten. Heuer wurde bereits im Gemeindeamt und in der Galerie in der Raiffeisenkasse eine Übersicht ausgestellt.

Auch der Verein, der sich um die Erhaltung der überlieferten Volkskultur in der ehemaligen Hofmark Pillersee bemüht, ist nur durch viel Kleinarbeit erfolgreich denn er ist gleichermaßen der Ansprechpartner der Bevölkerung, der Gemeinden und der Wissenschaft seit nunmehr 20 Jahren.

„Kammbergschriften“ und Bücher

Er gibt als Vereinszeitschrift regelmäßig die „Kammbergschriften“ heraus und sichert durch Buchveröffentlichungen, die gut angenommen werden, lokale Geschichte und das Wissen um Persönlichkeiten, Schicksale und Ereignisse.

Im vergangenen Jahr erschien das Buch „Ein Musikantenleben“ anlässlich des 100. Geburtstags von Kaspar Foidl, das eine Enkelin verfasst hat. Der Ausschuss besuchte eine Ausstellung im Ferdinandeum und vertiefte die Kontakte zu diesem Tiroler Landesmuseum. Der Vereinsausflug führte nach Burghausen und Raitenhaslach und zur „Windbeutelgräfin“.

Fraueninitiative in Fieberbrunn

Röcklgwandfrauen zeigten den Mitgliedern die erneuerte Frauenfahne. Die erste wurde 1937 von der Katholischen Frauenbewegung erworben, 1957 war eine unter großen Opfern angeschafft worden und anlässlich der Markterhebung wurde sie zuletzt restauriert. Die Fahne rückte oft aus, sodass nun eine gründliche Erneuerung notwendig wurde. Das nahmen die Röcklgwandfrauen in Angriff, die von der Gemeinde und vom Heimatverein tatkräftig unterstützt wurden.

Ankauf eines Bildes beschlossen

Trotz des Ankaufs eines Ender-Aquarells und der Wiederherstellung der Brechlstube in St. Ulrich zeigte sich ein erfreulicher Kassastand. Durch einen einstimmigen Beschluss der Versammlung wurde der Weg für den Ankauf eines weiteren Werkes dieses Künstlers freigemacht.

Eine jährliche Aufgabe des Vereins ist die Durchführung des Adolaribittgangs aller Gemeinden, heuer soll auch das Jesukind am Altar der Adolarikirche ergänzt werden.

Die Bürgermeisterin von St. Ulrich und die Bürgermeister von Fieberbrunn und St. Jakob dankten dem Ausschuss, insbesondere Obmann Wolfgang Schwaiger, Altobmann Reg. Rat Erich Rettenwander, dem unermüdlichen Kustos Hans Bachler und dem umtriebigen Obmannstellvertreter Altbürgermeister Dr. Sebastian Eder für Einsatz und Erfolg. H.W., Foto: Kogler

 
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