05.12.2017
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Loipen-Infrastruktur zerstört

Beim Brand des Heizwerks Ende August ging auch die gesamte Loipeninfrastruktur sowie 1450 Schneestangen im Wert von 450.000 Euro in Flammen auf.  

St. Ulrich  | Am 29. August heulten in St. Ulrich die Sirenen – das Heizwerk der Gemeinde stand in Vollbrand. Stundenlang kämpften die Feuerwehren gegen das Feuer an. Die Ursache stand relativ schnell fest – Brandstiftung. Der Schaden belief sich auf hunderttausende von Euro. Nicht nur das Werk selbst war zerstört, vor allem auch die dort in drei Garagen gelagerten Dinge waren ein Raub der Flammen geworden.

„Es war uns anfänglich gar nicht bewusst, wie enorm der Schaden wirklich ist“, sagt Bürgermeisterin Brigitte Lackner. Nicht nur zahlreiche Gerätschaften von verschiedenen St. Ulricher Vereinen, u.a. der Wasserrettung, waren kaputt, sondern auch die gesamte Loipen-Infrastruktur. „Nicht nur das Loipengerät, das zu diesem Zeitpunkt vor der Garage abgestellt war, wurde schwer beschädigt“, schildert Lackner. Die gesamten Loipen- und Wanderwegschilder mussten ersetzt werden, darüber hinaus waren auch die dort gelagerten 1450 Schneestangen der Gemeinde unbrauchbar geworden.

Die Versicherung zahlt den Schaden

Um rund 450.000 Euro mussten die Infrastruktur in den vergangenen Monaten wieder neu angekauft werden. Der Schaden selbst, erklärte Lackner und Finanzverwalter GR Klaus Pirnbacher, sei von der Versicherung gedeckt.

Allerdings war es mit dem Bestellen der Loipenschilder und der Panoramatafeln nicht getan. Vorerst mussten die Ausschreibungen erstellt und Angebote eingeholt werden.

Keine Unterlagen gefunden

Und da keine Unterlagen oder Karten in der Gemeindestube über den genauen Verlauf der Loipen mehr vorhanden waren, musste alles in stundenlanger akribischer Arbeit neu erstellt und gezeichnet werden. Rund 200 Loipen-Hinweisschilder sowie sieben gr0ße Panoramatafeln wurden neu gemacht. Verbrannt sind überdies auch noch 40 Wanderweg-Tafeln, die ebenfalls neu gemacht werden mussten.

„Es hat uns u.a. auch ein ehemaliger Loipenfahrer geholfen, der genau weiß, wo die Loipen verlaufen“, sagt Lackner. Genauigkeit war aber nicht nur bei den Panoramatafeln gefordert, sondern auch bei den normalen Hinweisschildern. Um das Loipensiegel des Landes zu bekommen, weiß Pirnbacher, müssen auch hier genaue Vorgaben eingehalten werden. Aber nichts Schlechtes, wo auch nicht etwas Gutes dabei ist: Ab nächsten Jahr gibt es neue Önorm-Vorgaben für die Verleihung des Loipen-Gütesiegels, die die St. Ulricher jetzt bereits umgesetzt haben.

„Das waren viele Stunden Arbeit mit vielen Beteiligten, die hier notwendig waren“, will sich Lackner bei den engagierten Tafel-Planern bedanken, „Anfänglich war uns gar nicht bewusst, was nach dem Brand alles auf uns zukommt.“ Aber jetzt sind die Tafeln fertig und der Winter am Pillersee kann kommen. Margret Klausner

 
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