27.06.2016
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Lösungsversuch wurde gestartet

Es vibriert noch immer in Reith. Die TAL sowie die Gemeindeführung arbeiten aber an Lösungsmöglichkeiten. Ein erster Versuch, die Vibrationen abzuschwächen, wurde Mitte Mai gestartet.

Reith | Es ist sicher kein einfach zu lösendes Problem, mit dem die Verantwortlichen von der Transalpinen Ölleitung (TAL)  in Reith konfrontiert sind. Wie der Kitzbüheler Anzeiger im letzten Jahr berichtete, haben Anrainer im Siedlungsgebiet der „Michelawiese“ mit Vibrationen zu kämpfen, die von der Ölleitung verursacht werden. „Konkret gibt es noch immer drei Hauptbetroffene. Der erste Versuch, die Vibration abzuschwächen wurde bereits gestartet“, informierte Amtsleiter Alexander Weitlaner in der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Regelventil soll die Schwingung verringern

Die TAL hat Mitte Mai 2016 nach umfassenden Analysen und der Prüfung von Alternativen ein neues Regelventil in der Station in Langkampfen bei Kufstein eingebaut. „Mit diesem Ventil, das aus unserer Sicht die besten Ergebnisse verspricht und auf dem neuesten Stand der Technik ist, können wir Einfluss auf die hydraulischen Gegebenheiten im Rohrleitungsabschnitt am Hahnenkamm nehmen. Dadurch erwarten wir uns eine deutliche Reduktion der im Abschnitt Reith auftretenden Schwingungen der Rohrleitung“, erklärt Andreas Landsteiner von der TAL auf Anfrage des Kitzbüheler Anzeigers.

Gibt es bereits erste Ergebnisse?

Ergebnisse, ob das Ventil Wirkung zeigt, gibt es noch nicht. „Derzeit befinden wir uns in einer Testphase, in der wir die Funktionsweise des Regelventils optimieren. Es ist noch verfrüht, endgültige Aussagen zu treffen. Wir sind aber zuversichtlich, dass wir mit dieser Maßnahme eine Verbesserung der Situation im Leitungsabschnitt Reith erreichen können“, erklärt Landsteiner.

Die dreimonatige Testphase läuft

TAL hat mit den behördlichen Sachverständigen eine dreimonatige Testphase vereinbart. „Erst danach wird man eine endgültige Aussage über den Erfolg der Maßnahme machen können. Wie wir der Gemeinde und den Anrainern schon mitgeteilt haben, sind vereinzelte Schwingungen in diesem Abschnitt aber leider nicht vollständig zu verhindern – z.B. wenn die Leitung abgestellt bzw. wieder angefahren wird“, so Landsteiner.

Andere Lösungsansätze für Betroffene?

Gibt es noch andere Lösungsansätze? „Für die TAL stehen der Einbau und die Optimierung des neuen Regelventils im Mittelpunkt. Mittels dieser sehr aufwändigen Investition erwarten wir uns eine spürbare Verbesserung der Situation für alle Anrainer im betroffenen Leitungsabschnitt in Reith“, sagt Landsteiner.

Neues Baugrundstück im Vibrationsbereich

Um das Ausmaß der Vibrationen selbst zu erfassen, beauftragte die Gemeindeführung, wie berichtet, auch einen eigenen Gutachter. Dieser erarbeitete eine Expertise, auf welche die Gemeindeführung nun auch weitere Bauvorhaben stützt, denn in der Vibrationszone wurde vor kurzem ein weiteres Grundstück an Einheimische verkauft. „Es ist so, dass wenn bestimmte Bauarten eingehalten werden, es zu keinen Vibrationen kommt – auf das weisen wir im Kaufvertrag ausdrücklich hin. Die Gemeinde kann hier also nicht haftbar gemacht werden. Die Käufer sind sich über diesen Umstand bewusst und haben damit kein Problem“, informiert Bürgermeister Stefan Jöchl.

Führt die Ölleitung woanders zu Problemen?

Auch in Hinblick auf das Projekt Einfang, wo Wohnungen für Einheimische entstehen, ist die Expertise des Schwingungstechnikers wichtig, denn auch hier verläuft die Trasse der TAL. „Bei diesem großen Bauvolumen sagen die Experten, dürften die Schwingungen aber keine Auswirkungen haben“, erklärt Amtsleiter
Alexander Weitlaner.
Johanna Monitzer  

Bild: In Wohngebiet „Michelawiese“ wird weiterhin fleißig gebaut. Drei Häuser sind von den Vibrationen konkret betroffen. Foto: Monitzer 

 
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