19.10.2016
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Lifte unter neuer Führung

Vor einigen Wochen hat GR Florian Schluifer die Geschäftsführung des Kirchdorfer Skigebietes von Josef Lackner übernommen. Bereits Anfang August nahm ein Projektteam seine Arbeit auf und wälzte Ideen, wie das kleine Gebiet vor allem für Familien mit Kindern attraktiver gemacht werden kann. Noch offen ist die Frage wie der Abgang des vergangenen Winters finanziert werden soll.

Kirchdorf | Rund 15 Jahre lang fungierte der Gasteiger Josef Lackner als Geschäftsführer der Kirchdorfer Skilifte – vor einigen Wochen übergab er nun das Zepter an Florian Schluifer. Der Kirchdorfer Koasa-Kraft-Gemeinderat und Finanzreferent widmet sich mit großem Elan dieser Aufgabe. „Die Anlage ist sehr gut in Schuss und ich bin überzeugt, dass unser Skigebiet Potential hat“, erklärt der Unternehmer.

Bereits im August wurde eine Projektgruppe ins Leben gerufen, der neben Gemeindemandataren unter anderem auch Vertreter der örtlichen Skischule sowie Touristiker angehören. Das Ziel ist es, nicht nur das Skigebiet zu retten, sondern vor allem auch attraktiver für Familien mit Kindern zu machen.

Wie mehrmals berichtet, war das kleine Skigebiet, wie knapp vor Jahresende 2015 bekannt wurde, in finanzielle Schief­lage geraten. Der vorherige Gemeinderat beschloss daraufhin, nicht nur die bis dahin entstandenen Abgänge zu übernehmen, sondern die komplette Entschuldung der Gesellschaft in Angriff zu nehmen. Für die Kirchdorfer war es wichtig, das kleine Skigebiet mit drei Schlepp- sowie einem Sessellift in jedem Fall zu retten. Auch der Tourismusverband, als zweitgrößter Mitgesellschafter neben der Gemeinde, zog mit. Die Entschuldung ist in der Zwischenzeit erfolgreich über die Bühne gegangen.

„Schwarze Null“

Inzwischen laufen die Vorbereitungen für den kommenden Winter auf Hochtouren. „Wir haben im Rahmen unserer ersten Sitzungen vorerst einmal ausgearbeitet, wo unsere Stärken liegen und womit wir punkten können“, schildert Florian Schluifer. Der neue Geschäftsführer ist überzeugt, „dass wir vor allem auf Familien mit Kinder setzen wollen.“

Ein Schlagwort lautet „Betreutes Skifahren“. Schluifers Ziel ist u.a. auch, dass sich das Unternehmen selben tragen soll und muss. „Eine schwarze Null“, wünscht sich der neue Geschäftsführer und ist überzeugt, dass das auch zu schaffen ist: „Gehen wird das aber nur, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen!“

Abgang nicht geklärt

Im jüngsten Gemeinderat lud Schluifer den gesamten Gemeinderat ein, sich vor Ort selbst ein Bild von den Anlagen zu machen. „Wir haben da wirklich eine tolle Anlage und es sind Werte vorhanden“, betont er. Die Zahlen nach dem Winter 2015/16 schauen allerdings noch nicht so rosig aus, wenn auch um einiges besser, als noch im Jahr zuvor. Der Abgang liegt bei 76.800 Euro, dem steht ein Anlagevermögen von rund 1,8 Millionen Euro gegenüber. Fest steht allerdings, dass der Abgang finanziert werden muss. Da der vorherige Gemeinderat im Rahmen des Entschuldungsbeschlusses jedoch auch abstimmte, zukünftig keine weiteren Abgänge mehr zu übernehmen – ein Beschluss, den im Übrigen auch der Tourismusverband gefasst hat – ist derzeit noch nicht klar, wie das finanziert werden soll. „Aber auch dafür werden wir eine Lösung finden“, ist Florian Schluifer überzeugt.
Margret Klausner

 
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