15.12.2016
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Leserbrief Zur Weihnachtszeit

Ja, ich glaube, es passt – lange wollte ich diese schönen Erinnerungen mit euch teilen! Ich habe nun Zeit und will nur noch an das Gute denken.

Meine Geschichte ist nun schon über 40  Jahre her – mit ein paar Idealisten gründeten wir den Verein „Für körper- und sprachbehinderte Kinder“. Die Eltern mussten damals noch mit den Zug nach Innsbruck fahren, um eine Therapiestunde für ihre Kinder zu bekommen. Nach vielen Anläufen bei der Landesregierung bekamen wir Hilfe und Unterstützung von der Klinik und vor allem von Dr. Haberfellner.

Die Familie von Dr. Otto Wendling machte es möglich, dass wir das leer stehende Elternhaus für fünf Jahre kostenlos nutzen durften. Es wurde uns eine Physiotherapeutin zugeteilt – die Eltern und die Kinder waren sehr glücklich. Durch die Unterstützung von vielen freiwilligen Helfern und vom Roten Kreuz, konnten die Kinder ganztägig betreut werden. Die Einrichtung wurde so gut angenommen, dass diese großzügige Bleibe bald zu klein wurde. Es gab nur eine Lösung:

Ein eigenes Haus!

Die Hilfsbereitschaft im ganzen Bezirk war sehr groß! Der Bürgermeister von Oberndorf und ein Architekt aus Kössen machten diesen Wunsch zu ihrem Anliegen und unterstützten die Suche nach einer Lösung.

Jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit erinnere ich mich an die Anklöpfler mit Toni Praxmeier und seinen Sängerinnen und Sängern, die zwölf Jahre lang unermüdlich im ganzen Bezirk von Gasthof zu Gasthof gezogen sind und den Zuhörern mit ihren Liedern Freude und Vorweihnachtsstimmung gebracht haben. Mit Toni Praxmeier als Vorbild und mit der Information der Besucher in den Anklöpfl-Pausen konnte ich sehr viele für eine Unterstützung motivieren. In diesen Jahren wurde eine Spendensumme von 1 Million Schilling erreicht!

Aus diesen Anfängen wurden schlussendlich 16 Millionen Schilling, die in das Therapiezentrum in Oberndorf geflossen sind. Eine fast nicht vorstellbare Summe, die den Vergleich mit „Licht ins Dunkel“ nicht zu scheuen braucht. Dieser Betrag wurde von der Bevölkerung aufgebracht. Das sollte bei den aktuellen Diskussionen um das Haus in Oberndorf vielleicht nicht vergessen werden – es ist EUER Haus und soll der Betreuung von Behinderten erhalten bleiben.  
Käthe Nagiller
Kitzbühel

 
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