27.04.2018
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Leader verbindet die Menschen

Für viele scheint das Leben in der Stadt attraktiver zu sein als am Land. Eine Initiative gegen die Abwanderung vom Land sind die Leaderprojekte, die die Menschen in den Regionen zum gemeinsamen Handeln animieren.

Hopfgarten | Der Verein Regionalmanagement Kitzbüheler Alpen lud zur Generalversammlung in der Salvena Hopfgarten. Obmann Rudi Puecher begrüßte die Vertreter der Leadergemeinden, welche Mitglieder des Vereins sind sowie Projektleiter und Vertreter verschiedener Organisationen.

Regionen mit wenig Infrastruktur aufwerten

Im Gegensatz zur EU hat man in der Schweiz vor etwa zehn Jahren einen Versuch gestartet, gewisse strukturarme Regionen aufzugeben. Die Menschen waren damit allerdings nicht einverstanden und man kann heute sagen, dass dieses Modell fehlgeschlagen ist. Mit den Leaderprojekten will man das genaue Gegenteil erreichen. Regionen mit weniger Infrastruktur sollten eine Aufwertung bekommen, sodass es auch für junge Menschen wieder attraktiv ist, am Land zu leben.

Netzwerke sind ein großer Gewinn

„Die Netzwerke, die bei den Projekten entstehen, sind der große Gewinn“, erklärte Puecher. War es früher schier undenkbar, über Bezirksgrenzen hinweg zu agieren, so ist dies beim Leaderverein Kitzbüheler Alpen selbstverständlich und es gibt Projekte, die sich über das gesamte Tiroler Unterland spannen. Ohne die eigene Autonomie aufzugeben, kann man miteinander an einem Strang ziehen, wie beispielsweise die Projekte „Netzwerk – Handwerk“ oder „Leihoma“ zeigen.

Leaderverein steht auf soliden Beinen

Finanziell gesehen steht der Verein auf soliden Beinen, auch wenn die Jahresrechnung einen Verlust von rund 43.000 Euro aufweist. „Bei einigen Projekten musste der Verein in Vorleistung gehen. Sobald die Förderungen ausbezahlt werden, ist der Ausgleich wieder gegeben“, erklärte Steuerprüfer Arno Abler jun. Im Büro des Regionalmanagements in Hopfgarten laufen die Fäden aller Projekte zusammen. Geschäftsführerin  Barbara Loferer-Lainer und ihr Team sorgen dafür, dass die Projektideen den Anforderungen entsprechen und so eingereicht werden, dass eine Förderung erteilt werden kann. Auch wenn die Kriterien immer umfangreicher werden und der bürokratische Aufwand enorm hoch ist, bezeichnet Abler die Verwaltung als sparsam und schlank.

Martin Traxl, Vertreter des Landes im Bereich EU-Regionalförderung, meinte, dass es keine Selbstverständlichkeit sei, dass dieses Förderprogramm in der nächsten Periode weitergeführt wird. Es braucht daher starke Netzwerke in der Regio­nalentwicklung sowie eine Strategie, wohin sich eine Region entwickeln soll. Seitens der EU sieht man dieses Programm, dabei vor allem die transnationalen Projekte, als einen wichtigen Beitrag dafür, die Union für die Bürger unmittelbar und vor Ort erlebbar zu machen. be

Bild: GF Barbara Loferer-Lainer (2.v.l.) und Obmann Rudi Puecher (4.v.l.) mit Gemeindenvertretern des Verbandes. Foto: Eberharter

 
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