20.11.2017
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Leader-Umfrage erhitzt Gemüter

Weil die Brixentaler bei einem geplanten Leaderprojekt zum Thema „Nahversorgung-Kaufkraftstromanalyse“ nicht dabei sind, gingen vergangene Woche die Wogen hoch. Inzwischen gibt es aber eine Lösung.

Kirchberg | Vergangene Woche sorgte bei einer Sitzung der Kaufmannschaften des Bezirkes in der Wirtschaftskammer Kitzbühel die angesprochene geplante Umfrage zum Thema „Kaufkraftstromanalyse“ bzw. „Nahversorgung“, vor allem bei Brixentaler Teilnehmern für Aufregung. Im Laufe der Gespräche stellte sich nämlich heraus, dass zwar bei der vom Leaderverein Pillerseetal-Leukental geplanten Analyse die Mitglieder des Leadervereins Kufstein und Umgebung (Kuusk) mit im Boot sind, jene des Leadervereins Kitzbüheler Alpen – also die Gemeinden des Brixentals – aber nicht.

Die Verantwortlichen des Leadervereins Kitzbüheler Alpen hätten es nicht für notwendig befunden und die Gemeinden hätten den notwendigen Zuschuss für das Projekt abgelehnt, wurde kolportiert.

„Das stimmt so definitiv nicht“, klärt die Leader-Geschäftsführerin Barbara Loferer-Lainer auf. Es habe nichts mit den Bürgermeistern zu tun, betont Loferer-Lainer. Grund sei die Zeitknappheit gewesen. „Wir hatten nicht mehr die Möglichkeit, in den Gemeinden der Leaderregion zu fragen, ob Interesse besteht,“ so Loferer-Lainer.

Telefonische Befragung

Stefan Niedermoser, Geschäftsführer des Leadervereins Pillerseetal-Leukental, klärt auf, worum es eigentlich überhaupt geht. Geplant sei eine große Umfrage rund um die Kaufkraft in den einzelnen Gemeinden. Dabei sollen rund zehn Prozent der Bevölkerung – als etwa 10.000 Menschen – telefonisch befragt werden. Die Kosten lägen zwar noch nicht genau vor, gehe alles glatt, solle die Analyse aber bis zum Sommer 2018 abgeschlossen sein. Er selber, so Niedermoser, sei bei der betreffenden Sitzung nicht dabei gewesen und habe daher erst hinterher erfahren, dass es hier Diskussionen gegeben habe. „Wir haben das Problem aber inzwischen bereits gelöst“, betont Niedermoser. Demnach haben sich die Verantwortlichen inzwischen darauf geeinigt, dass jene Brixentaler Gemeinden, die Interesse haben, an der Studie teilzunehmen, von den Pillerseetalern mit ins Boot genommen werden.

„Wir haben inzwischen auch bereits bei den Gemeinden angefragt“, informiert Loferer-Lainer. Kirchberg und Wes­tendorf hätten bereits zugesagt. Die Geschäftsführerin erklärt überdies, „dass wir auch noch einmal die Gemeinden des Söllandls fragen.“ Sollte hier Interesse bestehen, könne es sein, dass man doch noch ein eigenes Projekt einreicht. Womit Loferer-Lainer defintiv aufräumt, sind die Kosten. So wurde kolportiert, dass die Gemeinden für die Befragung nur einen „Bagatellbetrag“ aufzubringen haben. „Ganz so ist es nicht“, betont Loferer-Lainer. Die Gemeinden müssten ja die Vorfinanzierung übernehmen und diese Beiträge seien deutlich höher. Margret Klausner

 
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