16.12.2020
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Laufend Netz-Verbesserungen

Der Strom kommt aus der Steckdose, doch sind hier die Kapazitäten nicht endlos. Mit neuen Trafo-Stationen, die im nächsten Jahr errichtet werden, wollen die Stadtwerke Kitzbühel die Stromversorgung in der Gamsstadt ausbauen und optimieren.

Kitzbühel | Noch schnell das Handy anstecken, der Akku ist ja fast leer und das Tablet gehört auch geladen. Noch schnell die Wasch- und die Geschirrspülmaschine starten, bevor man es sich auf der Couch gemütlich macht und sich den neuesten Film streamt und sich per Beamer auf die Leinwand strahlen lässt. Doch haben Sie sich schon mal Gedanken gemacht, welche Kapazitäten Ihr Stromnetz hat? Der Strom kommt zwar aus der Steckdose, doch ist diese Ressource nicht endlos. Damit es nicht zu Engpässen kommt, erweitern die Stadtwerke Kitzbühel laufend ihr Netz. Im kommenden Jahr werden wiederum neue Trafo-Stationen gebaut und auch Leitungen getauscht, um den erforderlichen Bedarf abdecken zu können. „Es ist notwendig, in Teilbereichen von Kitzbühel die Stromversorgung auszubauen, um diese überhaupt gewährleisten, aber auch in der Qualität der Norm entsprechend, die wir anbieten müssen, anbieten zu können“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Jörg Kickenweitz.

Stromleitungen haben begrenzte Kapazitäten
Der Irrglaube, dass es reicht, eine bestehende Leitung einfach zu einem Neubau zu verlängern, um die Stromversorgung zu gewähren, hält sich. Doch die Leitungen haben oft nicht mehr die Kapazität, einen weiteren Haushalt zu versorgen. „Die Bauwerber müssen jetzt bereits bei der Einreichung die Energieversorgung nachweisen. Dadurch können wir rechtzeitig nach einer Lösung suchen und nicht, wie es oft der Fall war, erst um fünf nach zwölf. Wir haben einen guten Austausch mit dem Stadtbauamt. In regelmäßigen Abständen werden Projekte besprochen und so können wir mit dem Bauwerber frühzeitig in Kontakt treten, um die Anschlusswerte zu bekommen“, erklärt Kickenweitz. Dadurch können die Stadtwerke vorausschauend planen und die Versorgung sichern. Neue Umspann-Stationen und zusätzliche Leitungen sorgen dafür, dass die Haushalte ausreichend Elek­trizität bekommen.
Ein Leitungsfehler beschäftigte die Stadtwerke im Februar bei der Verbindung Pancheri-Feld - Vordergrub. Kurz nachdem der erste Schaden behoben war, trat der nächste und dann der dritte auf. Nach den dritten Grabungsarbeiten traten bei dieser Leitung acht Fehler auf. „In einem Eilverfahren erhielten wir von der ÖBB die Genehmigung für Grabungsarbeiten, um eine neue Leitung zu ziehen. Dafür bin ich sehr dankbar“, erzählt Kickenweitz. Gearbeitet wurde auch entlang des Achenweges und in diesem Zuge wurde die komplette Straßenbeleuchtung erneuert und mit LED-Lampen ausgestattet.

Im Zuge von Hotelprojekten konnten die Stadtwerke heuer zwei neue Trafo-Stationen errichten. Nächstes Jahr kann mit der redundanten Anspeisung von Eichenheim die Stromversorgung im Siedlungsgebiet Sonngrub und am Rehbühel abgesichert werden. „Bisher gab es hier nur Stichleitungen und nun können wir eine Ring-Versorgung erstellen – das heißt, wenn eine Leitung beschädigt wird, fällt der Strom nicht aus, da die Versorgung über eine andere Leitung greift“, erklärt der Stadtwerke-Chef.
Nach der Schneeschmelze stehen im kommenden Frühjahr Grabungsarbeiten in der Franz-Reisch-Straße an. „Die Leitungen haben derzeit nicht die Kapazitäten, die benötigt werden und zudem stehen noch weitere Projekte in diesem Bereich an. Daher werden wir die Leitungen tauschen“, erzählt Kickenweitz.

Dankbar ist der Stadtwerke-Chef auch für die visionären Einstellung, die Herbert Haselwanter vor 25 Jahren hatte. „Unter seiner Führung wurden alle Stromleitungen unterirdisch verlegt. Dadurch halten sich die Schäden in Grenzen – meist ist es eine mechanische Beschädigung, wie etwa durch Grabungsarbeiten, wenn es zu einem Schaden kommt, erzählt Jörg Kickenweitz.
Elisabeth M. Pöll

Bild: Ein Kran hebt an der Dewinakreuzung die Trafo-Station an ihren Bestimmungsort.

 
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