13.10.2020
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Langer Weg zum Vertrag

Kaum Bewegung gab es beim  Projekt Schwimmbad in Westendorf. Die Gespräche mit der Stadt Innsbruck bezüglich des Innsbrucker Areals haben sich in die Länge gezogen.
 
Westendorf | Ein Dauerbrenner in der Brixentalgemeinde ist das sanierungsbedürftige Schwimmbad. Seit Jahren wird hier an einer Lösung gearbeitet, Fortschritte können aber nicht wirklich ausgemacht werden.
Vor einem Jahr beschloss man im Gemeinderat die weitere Vorgangsweise. Zwei Möglichkeiten für den Standort der Freizeitanlage wurden im September 2019 ins Auge gefasst. Angedacht wurde der Ankauf des Innsbrucker Areals. Einem Verkauf des 10,6 Hektar großen Grundstückes stimmte jedoch die Stadt Innsbruck nicht zu, jedoch besteht die Möglichkeit eines Baurechtvertrages. Dazu erfolgen diese Woche weitere Gespräche zwischen der Westendorfer Gemeindeführung und der Stadt Innsbruck, wie Bürgermeisterin Annemarie Plieseis die Mandatare nach Anfrage von Rene Schwaiger  bei der letzten Gemeinderatssitzung informierte.
Schwaiger (AAB) sparte aber auch nicht mit Kritik: „Wir haben vor 13 Monaten die Vorgehensweise beschlossen. Geschehen ist im letzten Jahr aber nicht viel. Es kamen von Schwimmbadausschuss keine Berichte. Zudem waren wir uns einig, dass wir, falls wir am Innsbrucker Areal nicht weiterkommen, die Sanierung des bestehenden Bades in Angriff nehmen.“

Wohlwissend, dass die gesetzte „Deadline“ verstrichen ist, bat Bürgermeisterin Annemarie Plieseis noch um ein wenig Geduld, denn diese Woche steht die nächste Verhandlungsrunde mit den Vertretern der Stadt Innsbruck an, für das die Dorfchefin ein gutes Gefühl hat. „Erst wenn wir wissen, wie das Baurecht genau ausschaut, können wir das Projekt ausarbeiten“, gab Plieseis zu bedenken. „Diese zwei Wochen müssen wir uns Zeit geben“, sagte Plieseis.  

Keine schnelle Realisierung
Die Hoffnung auf eine schnelle Realisierung eines Schwimmbades am Innsbrucker Areal bremste Ersatzgemeinderat Christian Eberl (Aufwind) ein. Für ihn ist der Inhalt des Baurechtsvertrages entscheidend. Für die Bergbahn, bei der er Aufsichtsratsvorsitzender ist, hat der Badesee als Speicherteich Relevanz. „In den nächsten zwei Wochen muss ein Ja oder Nein kommen –und das weiß auch die Bürgermeisterin.Und diese Entscheidung muss auch schriftlich festgehalten werden“, resümiert Eberl.  

Nüchtern betrachtet wurde die Situation von Vizebürgermeister Walter Leitner-Hölzl: „Momentan haben wir nur die Zusage der Innsbrucker auf einen Baurechtsvertrag. Wir wissen aber noch nicht, wer (Anm. Bergbahn und Tourismusverband) sich mit welcher Summe an den Kosten beteiligt und wir haben im Hintergrund keine Planung, die uns eine Kostenplanung ermöglicht.“
Im Grunde ist man in Westendorf mit der Planung des neues Schwimmbades auf der Stelle getreten. Verschuldet wurde dies aber nicht von der Gemeindeführung, sondern von den sich hinziehenden Verhandlungen mit der Stadt Innsbruck. Bei einer Einigung für das Areal, werden für die Projektierung weitere sechs Monate gerechnet. Elisabeth M. Pöll

Bild: Die Verhandlungen zwischen der Gmeinde Westendorf und der Stadt Innsbruck über einen Baurechtsvertrag für das Innsbrucker Areal sind noch am Laufen. Foto: Pöll

 
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