15.10.2018
News  
 

Lange Nacht der Museen: Nacht zum Tag gemacht!

Wohin zuerst? Das war wohl die Frage, die sich viele stellten, denn das Angebot in der „Langen Nacht der Museen“ war wieder vielfältig.

Kitzbühel | Mit einem großen Gefolge marschierte Museumsdirektor Wido Sieberer am Samstag durchs nächtliche Kitzbühel. Die Tour durch die Keller in der Gamsstadt war erneut der Publikumsmagnet schlechthin. Für die zahlreichen Schaulustigen hieß es deshalb anstellen, bis man meist in zwei Gruppen in die Kellerräume hinabsteigen konnte. Wido Sieberer erzählte wieder allerhand Wissenswertes zum Keller des Hotel Tiefenbrunners, des ehemaligen Stadtspitals/Kirche, des Casinos, des Hauses Hinterstadt 34 und der Stadtapotheke.

Bilder und Videos zur Langen Nacht der Museen in unserer APP

Aber auch im Museum selbst war neben der aktuellen Ausstellung viel geboten: Im zweiten Stock konnte man dem österreichischen Maler Camillo Stepanek beim Arbeiten über die Schulter schauen, der sympathisch alle Fragen der Kunstinteressierten beantwortete.

Gänsehaut im Krampusmuseum

Schaurige Gestalten wurden im Krampusmuseum präsentiert. 16 Pässe aus ganz Österreich waren im Rahmen einer riesigen Maskenausstellung zu Gast. Zudem konnte man Thomas Einwaller beim Maskenschnitzen beobachten.

Ernst Insam und Jürgen Norbert Fux

Etwas ruhiger ging es in den Kitzbüheler Galerien zu. In der Sonderausstellung der Galerie Chapter1 & Sue art gallery wurden Schnitt- u. Faltbilder aus den Jahren 1977 bis 1985 von Ernst Insam gezeigt. Zudem gab es eine gemütliche Lesung aus dem Insam-Buch „Der Zirkus“.

Frisch aus Peking ließen die Walentowski Galerien in Kitzbühel den österreichischen Künstler Jürgen Norbert Fux einfliegen. Der Autodidakt sorgt weltweit mit seinen Fotokunstarbeiten für Furore und stand dem kunstinteressierten Publikum Rede und Antwort.

110 Jahre Feuerwehr Jochberg

In die beeindruckende 110-jährige Geschichte der Jochberger Florianijünger konnte man auf Schautafeln und anhand von zahlreichen Ausstellungsstücken im Bergbau- und Heimatmuseum Jochberg eintauchen.

Premiere für das Knappenmuseum

Mit dem Knappenmuseum war bei der Langen Nacht der Museen heuer erstmals auch der 2014 gegründete Knappenverein in Oberndorf mit von der Partie. Im Keller des Pflegeheims haben die 30 Mitglieder, allen voran Georg Brunner, ein kleines Museum eingerichtet, das die wechselvolle Geschichte des Bergbaus am Rerobichl in Oberndorf zeigt. Von der Ausrüstung der Bergmänner bis hin zu verschiedenen Mineralien gibt es viel zu sehen, sogar einen Schaustollen haben die Vereinsmitglieder gebaut. Die Kleinsten hatten einen Riesenspaß beim Steineklopfen.

Zeitgenössische Kunst bei Otrans

In der Lagerhalle der Firma Otrans von Walter Innerbichler in Oberndorf gab es hingegen zeitgenössische Kunst zu sehen. Naheliegend, ist doch das Unternehmen auf Kunsttransporte spezialisiert. Martina Dorner kuratierte die Ausstellung des Südtiroler Künstlers Friedrich Sebastian Feichter, die die vielen Zuschauer begeisterte. Diese ist noch die nächsten zwei Wochen zu sehen.

Experimente im Museum St. Johann

Als besonderen Gast konnte St. Johanns Museumsleiter Peter Fischer bereits zum zweiten Mal die Lehrbeauftragte am Departement für Ökogenomik und Systembiologie  der Universität Wien, Doris Engelmeier, begrüßen. Gemeinsam mit der St. Johannerin Elisabeth Silberberger zeigte die Professorin unter dem Titel „Die Farben des Himmels – Krapp, Waid und Wau“ verschiedene Färbetechniken, die für große Begeisterung sorgten.  Auch ein Mini-Spinnkurs lockte die Zuschauer an. Das leibliche Wohl kam nicht zu kurz – vor allem die Stärkung in der nachgebauten Babenstuber-Hütte im Dachgeschoss des „Waschhäusels“ durch den Obmann des Museumsvereins, Armin Rainer, war wie immer ein Fixpunkt.

Alles in allem war es eine kulturreiche Nacht– nur die ein oder andere Station hätte sich mehr Besucher verdient! M. Klausner, J. Monitzer

Bild: Wie funktioniert das? Zahlreiche Besucher verfolgten im Museum St. Johann die spannenden Experimente von Doris Engelmeir (li.) und Elisabeth Silberger. 

 
Kontakt
Tel.: +43 (0) 5356 6976
Fax: +43 (0) 5356 6976 22
E-Mail: info@kitzanzeiger.at
Virtuelle Tour
Rundblick - Virtual Reality
Werbung
 
Zurück Suchen Events Gemeinde Archiv