01.02.2020
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Lang lebe der heimische Mittelstand!

Standortqualität misst sich unter anderem daran, wie leicht es ist, zu gründen. Diese und weitere Erkenntnisse über den heimischen Mittelstand teilte die Julius-Raab-Stiftung dem Publikum im Rahmen der Podiumsveranstaltung „Wirtschaft im Dialog“ mit.
 
Kitzbühel  | Österreich weist zwar im EU-Vergleich eine relativ niedrige Neugründungsquote auf – 6,6 Prozent im Vergleich zu 10 Prozent bei den europäischen Nachbarn – allerdings ist eine wichtige Kennziffer deutlich höher. Die fünfjährige Überlebensquote beträgt in Österreich stolze 50 Prozent, während es in der EU 43 Prozent sind.  

Eine der Stärken der Klein- und Mittelständischen Betriebe hierzulande ist ihre Innovationskraft. Auch relativ kleine Akteure schaffen es, auf dem Weltmarkt Aufmerksamkeit zu erregen. Besonders stark trifft das auf Unternehmen zu, die Umweltprodukte und -dienstleistungen im Angebot haben,  wie Antonella Mei-Pochtler (Think Austria) hervorhebt. Mei-Pochtler skizzierte zudem einige Trends, die den Wirtschaftstraum prägen. Zunächst findet eine Verschiebung von West nach Ost statt. Das bedingt ein großes Potenzial in der Nachfrage nach heimischen Produkten und Dienstleistungen, z.B. auch im Tourismus. Gleichzeitig findet „eine Verschiebung vom fossilen zum post-fossilen Zeitalter“ statt. Wer nachhaltige Umwelttechniken anbieten kann, ist auf dem Markt sehr gefragt. Gerade kleine Unternehmen profitieren auch vom Megatrend Digitalisierung: Denn die ermöglicht es, überall zu arbeiten und nicht nur in zentralisierten Städten. Mithinein spielen außerdem die immer stärkeren Einsatzmöglichkeiten der Künstlichen Intelligenz.

Welt der Möglichkeiten
Ein Trend, der vor allem beim Fachkräftemangel zu spüren ist, ist jener zur Selbstbestimmung. Gerade junge Menschen haben sehr viele Möglichkeiten – nicht zuletzt in der Arbeitswelt. Kleine und mittlere Unternehmen haben hier eine gute Chance, Personal zu halten, denn die familiären Strukturen geben den Menschen Identität und Verankerung in einer Welt der unendlichen Optionen. Mei-Pochtlers Fazit: „Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“
Bei der anschließenden Podiumsdiskussion konnten die Diskussionsteilnehmer dem nur zustimmen. Die Wirtschaft fordert vor allem mehr Praxisnähe und weniger Bürokratie ein. „Nach dem Motto: Vom Denken zum Tun – lasst es uns auch mal umsetzen und nicht nur drüber reden“, so WK-Präsident Christoph Walser. Elisabeth Galehr

Martha Schultz, Präsidentin der Julius-Raab-Stiftung (Mitte), begrüßte viele Gäste zu „Wirtschaft im Dialog“. Foto: Galehr

 
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