02.12.2018
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Landjugend feiert 70. Geburtstag

Die Salvena in Hopfgarten stand vergangenen Mittwochabend ganz im Zeichen der Landjugend. In kurzen Filmen schilderten ehemalige Mitglieder ihre Erfahrungen.

Hopfgarten |  Was 1948 in ganz kleinem Rahmen begann, entwickelte sich in den vergangenen 70 Jahren zu einer Organisation, die vor allem aus dem ländlichen Raum nicht mehr wegzudenken ist – die Landjugend.

Aus Anlass des 70-jährigen Bestehens luden die Verantwortlichen des Bezirkes daher vergangene Woche zu einem großen Generationenabend in die Salvena nach Hopfgarten. Unter dem Motto „Da sind Spuren“ gab es einen Einblick in die Vergangenheit der vermutlich größten Jugendorganisation Tirols.

Am 20. Februar 1948 als Unterorganisation des Bauernbundes in der Hofkirche Innsbruck aus der Taufe gehoben, hatte die Vereinigung ursprünglich das Ziel, vor allem junge Männer aus der bäuerlichen Welt zu organisieren und sie zu unterstützen. Daher hieß die Vereinigung ursprünglich auch Jungbauernschaft. Ende der 1950er stießen immer mehr Frauen dazu, im Jahr 1969 wurde dann die erste Landesleiterin gewählt. Zu diesem Zeitpunkt entschlossen sich die Verantwortlichen, die Institution weiter nach außen zu öffnen. Das Motto lautete: „Es soll zu uns gehören, wer zu uns gehören will!“. Heute firmiert die Jugendorganisation unter dem Namen Landjugend. Und wie die Bezirksleiterin Ulrike Schroll und Bezirksobmann Josef Seiwald in ihren Reden betonten, haben in der Landjugend Jugendliche aus allen Sparten Platz, getreu dem Credo „Ein Programm von Jugendlichen für Jugendliche“.

1800 Mitglieder in 25 Ortsgruppen

Tirolweit hat die Organisation 18.500 Mitglieder, im Bezirk Kitzbühel sind in den 21 Ortsgruppen in den vier Gebieten 1800 junge Leute engagiert. Die Palette an Aktivitäten ist mehr als groß und reicht von sozialen Aufgaben über den Erhalt von Brauchtum und Kultur, auch Themen von Umwelt und Lebensraum, Gesellschaft und Familie, aber natürlich auch die Landwirtschaft, werden behandelt.

Als ganz besonderer Gast wurde der Itterer Johann Fuchs, der von 1960 bis 1968 Bezirksobmann war, beim Generationenabend begrüßt. Er erinnerte sich gerne an seine Zeit zurück und erntete für so manche Anekdote ein Schmunzeln. Auch die derzeitige Landesleiterin Stephanie Hörfarter aus Kössen, Andreas Embacher aus St. Jakob und Thomas Kahn aus Itter, die alle drei schon lange Jahre bei der Landjugend mit dabei sind, erzählten von ihren Erfahrungen.

Im Mittelpunkt standen dann jedoch 15 Kurzfilme, die von den Ortsgruppen eingereicht worden waren und für die sie ehemalige Ortsleiter und Ortsobmänner vor die Kamera holten und sich von ihnen erzählen ließen, wie es denn früher war.  Unter anderem gab es ein Interview mit dem Kitzbüheler Anton Oberhauser, der 1974 das nach wie vor aktuelle Logo kreierte und mit seinem Entwurf den Ideenbewerb gewann. Margret Klausner

Bild: Bezirksleiterin Ulrike Schroll (links) und Bezirksobmann Josef Seiwald (rechts)  diskutierten mit  Johann Fuchs, Stephanie Hörfarter, Thomas Kahn und  Andreas Embacher über ihre Erfahrungen in der Landjugend. Foto: Klausner

 
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