27.05.2018
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Landeplatz-Bau verschiebt sich

Auch ein Jahr nach der Fertigstellung des Erlebniskonzeptes „Kaiserbachtal“ ist der geplante Heli-Landeplatz nach wie vor nicht realisiert.

Kirchdorf | Im Sommer des Vorjahres wurden im Rahmen eines Festaktes, an dem auch so mancher legendäre Kaiserkletterer teilnahm, die neuen Attraktionen im Kaiserbachtal eröffnet Die „Alpine Outdoor Gallery“, die längste Freiluftgalerie der Alpen sowie der „Schnackler Erlebnisweg“  haben sich inzwischen zu beliebten Wanderrouten gemausert. Nicht nur für die Wanderer im Sommer, sondern auch für die Langläufer im Winter.

Zwei Jahre lang wurde am Erlebniskonzept „Kaiserbachtal“ gefeilt und schlussendlich rund 350.000 Euro investiert. Auf Wunsch der Bergrettung und der Alpinpolizei war im damaligen Einreichprojekt an die Behörde auch der Bau eines Hubschrauberlandeplatzes vorgesehen. Doch auf diesen warten die Bergretter heute noch. Vorerst lehnte die Behörde den  Landeplatz ab. Es wurde befürchtet, dass dieser professionell genützt werden könnte – von Filmteams etwa. Um damals das Projekt grundsätzlich nicht zu gefährden, wurde daraufhin, das Tourismusprojekt ohne Heli-Landeplatz eingereicht. Das Projekt „Heli-Landeplatz“ sollte, so der Plan, als eigenständiges Projekt eingereicht werden.

Nicht eingereicht

Doch in der Umweltabteilung der Bezirkshauptmannschaft liegt nach wie vor keines vor, wie die Leiterin Elisabeth Obermoser auf Anfrage erklärt. Dass es den Landeplatz noch nicht gibt liege daher sicher nicht an der Behörde, betont die Beamtin.

Der Leiter der Alpinpolizei, Martin Hautz, der auch im Sicherheitsausschuss der Gemeinde Kirchdorf mitarbeitet, hat, wie berichtet, im Namen der Gemeinde eine umfangreiche Stellungnahme erstellt. Dass der Landeplatz dringend notwendig ist, bestätigt Hautz auch jetzt. Es gibt im Tal derzeit keinen einzigen Platz, wo man ordentlich und sicher landen kann, sagt Hautz. In etwa rund 40.000 Autos fahren jährlich ins Tal, gilt es doch als einer der beliebtesten Einstiege ins Kaisergebirge. Der Landeplatz sei als Zwischenlandeplatz überdies auch daher notwendig, da die Verunfallten des Wilden Kaisers – aber auch die tödlich Verunglückten – im Tal auf andere Fahrzeuge umgeladen werden. Hautz hofft nach wie vor, dass das Projekt nicht in der Schublade verschwindet. Er räumt überdies auch mit der Fehlmeinung auf, dass es sich bei einem solchen Landeplatz um eine betonierte Fläche handelt. „Das ist nicht so, wir brauchen nur einen ebenen Platz, von Beton ist keine Rede!“

Martina Foidl, die Themenmanagerin des Tourismusverbandes und Gemeinderätin, bestätigt, „dass das Projekt derzeit auf Eis gelegt ist.“ Grund dafür sei u.a. auch die Frage des passenden Platzes, da ja aufgrund der vielen Gäste im Tal dieser eher abgelegen sein soll, damit die Retter ohne die neugierigen Blicke von Schaulustigen arbeiten können. Die Sache sei eine von der Gemeinde und nicht vom Tourismusverband, so Foidl, die sich aber dafür einsetzt, dass doch über kurz oder lang ein befestigter Heli-Landeplatz im Tal gebaut wird. Margret Klausner

 
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