21.11.2017
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Kunst, wohin das Auge blickt

Die jüngste Verleihung der Kitz-Awards bot ein farbgewaltiges Panoptikum der Künste. Im Museum St. Johann wurde dabei ein facettenreicher Querschnitt nicht nur der Nominierten, sondern auch einiger Exponenten des Vereins Kitz-Art gezeigt.

St. Johann  | Szenen aus dem Alltag sind es, die die Aufmerksamkeit der Erstplatzierten Margot Kupferschmidt besonders gefangen nehmen. Die deutsche Künstlerin erarbeitet sich ihre realistische Sicht auf die Welt mithilfe von Fotos, die sie dann in ihrer eigenen Version mit Acryl auf Leinwand bannt. Gebannt ist dabei auch der Blick des Betrachters. Denn ihre Figuren begegnen uns so auch in unserer Umgebung. Etwa die Banker mit weißen Hemden, die deswegen nicht immer eine weiße Weste haben müssen. Oder ein amüsanter Seitenhieb auf die Menschheit, die fast schon zwanghaft „online“ ist.

Michael Streissl erhielt eine Prämierung für den 2. Platz. Mithilfe von Digitaldruck auf Alu (ent-)wirft er faszinierende Reduktionen, die doch mehr preisgeben, als ganze Abhandlungen es vermögen würden. Abstrakt und eindrücklich sind die Werke der Drittplatzierten, Petra Blob.

Bereits fünfte Auflage des Kitz-Awards

Die hochkarätige Fachjury hatte es nicht einfach, ihre Wahl zu treffen, wie der Initiator des Kitz-Awards, Rudi Pigneter, erläutert: „Wir hatten über 300 Einsendungen.“ Die Qualität der Werke spricht für sich, alle eingereichten Arbeiten können unter www.kitz-award.at nochmals einzeln betrachtet werden.

Der Wetttbewerb ging heuer in die fünfte Runde, wie Pigneter ergänzt. Der Kitz-Award ist offen: „Es kann einsenden, wer will.“ Bei der Ausschreibung müssen sich die Künstler auch keinesfalls auf Malerei beschränken, Skulpturen werden z.B. auch bewertet. Wie ein Blick auf die drei diesjährigen Preisträger zeigt, ist von gegenständlich bis abstrakt und den Schattierungen dazwischen alles erlaubt. Alle Teilnehmer müssen beim Kitz-Award drei Kunstwerke vorlegen: „Bewertet wird die Kreativität der Künstler im Gesamten, nicht ein einzelnes Werk“, so Pigneter zum Prämierungsverfahren.

Die Ausschreibung für kommendes Jahr läuft übrigens schon: Anmeldungen werden bis 1. November 2018 angenommen. Dann wird die Jury aus den nominierten Teilnehmern die Auswahl der Preisträger ermitteln. Die Bekanntgabe der Preisträger erfolgt im November 2018 auf www.kitz-award.at.

Katalog Art 3 für das Jahr 2018

Am Freitag wurden aber nicht nur die Preisträger des diesjährigen Kitz-Awards vorgestellt, auch der aktuelle Katalog Art 3 des Vereins Kitz-Art stand im Rampenlicht. Auf 136 Seiten finden sich die Repräsentanten des Kunstschaffens mit einer Auswahl ihrer Werke wieder. „Es freut mich ganz besonders, wenn sich in verschiedenen Regionen Tirols Kunstschaffende und Kulturinteressierte zusammenschließen und damit für kulturelle Belebung und eine stärkere öffentliche Wahrnehmung für Kunst sorgen“, so Landesrätin Beate Palfrader in ihren Begleitworten zum Katalog.

Bei der großen Vernissage sprach St. Johanns Kulturreferentin Christine Gschnaller die Eröffnungsworte. Kurt Pikl und Julian Egger umrahmten die Schau mit Mundart und Klaviermusik. Elisabeth Galehr

Bild:  Kulturreferentin Christine Gschnaller (l.) und Kitz-Award-Initiator Rudolph Pigneter (3.v.l.) gratulierten den Gewinnern Margot Kupferschmidt (2.v.r.), Michael Streissl und Petra Blob (r.). Foto: Galehr

 
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