17.08.2018
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Kritik an ÖBB und Post

Bei der ÖBB werden landauf - landab die mit Menschen besetzten Schalter geschlossen und durch Fahrkartenautomaten ersetzt.

Für viele Bürger – und beileibe nicht nur für ältere Personen – ist die Handhabung der ÖBB-Automaten eine Herausforderung.

Die Fahrkartenschalter vor Ort haben dazu auch noch ihre Tücken (momentan kaputt oder keine Zahlung möglich). Nächste Herausforderung: Dies muss fotografiert werden, um dann ohne Aufpreiszahlung bei den Fahrbegleitern ein Ticket zu lösen.

Besonders ärgerlich: Nicht jedes Fahrticket ist am Automaten zu erhalten (Park & Ride, Platzreservierungen, mehrmaliges Umsteigen...). „Nun, Sie sollten halt Ihr Ticket bequem online kaufen“, lautet ein wohlwollender Ratschlag mit zuckersüßer Stimme aus der ÖBB Hotline.

Aber warum eigentlich? Die Tickets per Computer sind nur mit Kreditkarte zahlbar, nicht in allen Haushalten sind Kreditkarten vorhanden und nicht jeder will seinen PIN-Code online preisgeben.

Der gebetsmühlenartige Hinweis auf die Notwendigkeit, in unserer verkehrsbelasteten Zeit doch öfter die „Öffis“ zu benutzen, wird unter diesen Umständen rasch zum Hohn für eine gar nicht kleine Bevölkerungsgruppe.

Natürlich ist auch bei der ÖBB die digitale Zeit eingekehrt und Angebote in dieser Richtung sind durchaus nicht abzulehnen. Leider wurden und werden noch immer unter diesem Deckmantel viele Angestellte wegrationalisiert. Darunter leidet naturgemäß die Kundenzufriedenheit.

Schildbürgerstreiche werden auch bei der Post ausgeheckt.

Die Postzustellung wird in kleineren Orten nur mehr einmal in der Woche getätigt, Menschen in größeren Orte haben (noch) das Glück, dass dies mehrmals pro Woche geschieht. Mitarbeiter werden gnadenlos „rationalisiert“, die wenigen verbliebenen müssen die Arbeit ihrer durch die „Optimierung“ verschwundenen Kollegen übernehmen.

Ist der Empfänger womöglich nicht zuhause, wird die Post mit dem Vermerk „verzogen, Adressant unbekannt, oder gar verstorben“ zurückgesandt. Erfreulich ist wenn man den „Verstorbenen“ wieder trifft, wie es mir passiert ist.

Der letzte Clou: Die neuen Tarife mit Eco (70,- Cent) oder Priority (80,- Cent). Bei einer „Eco (70,- Cent)“ Frankierung dauert die Zustellung 3 bis 4 Tage, bei einer „Priority (80,- Cent) wird am nächsten Tag zugestellt. Bleibt mit Spannung abzuwarten, wie dies bei ein- oder zweimaliger Zustellung pro Woche in der Praxis funktionieren wird. Wer, um Himmels Willen, denkt sich wo und vor allem warum solche Sachen aus?

Christl Bernhofer,
St. Johann

 
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