07.02.2019
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Koasalauf lockt 2.000 Langläufer an

Bereits zum 47. Mal findet am Wochenende der „Koasa­lauf“ statt. Angemeldet sind Läufer aus 23 Nationen. Viele trainieren seit Tagen auf den Loipen  in und um St. Johann.  

St. Johann | Seit Tagen laufen die Vorbereitungen für den „Koasalauf“ in der Region St. Johann auf Hochtouren. Auf den top-präparierten Loipen ziehen täglich zahlreiche Läufer unermüdlich ihre Runden, am Abend dann auch unter Flutlicht. Doch nicht nur die heimischen Teilnehmer trainieren, auch zahlreiche Gäste aus nah und fern sind bereits seit Tagen in der Region zu Gast.

Anfang dieser Woche lagen den Veranstaltern insgesamt fast tausend Anmeldungen für beide Renntage vor. „Erfahrungsgemäß erwarten wir zwischen 1.600 und 1.800 Teilnehmer“, schildert OK-Chef Sigi Joast, der schon seit Tagen intensiv in den Vorbereitungen für seinen letzten Koasalauf steckt (Lesen sie dazu: "Ein zweites Leben für den Koasalauf").

Der St. Johanner feierte vor kurzem seinen 80. Geburtstag und wird sich jetzt nach drei Jahrzehnten aus dem Organisationskomitee zurückziehen. Noch ist seine Nachfolge aber nicht geklärt. Als Veranstalter des Laufes fungiert jedenfalls der Tourismusverband.

„Anfänglich war es ja noch ein richtiger Volkslanglauf. Da haben sich die Teilnehmer noch bei den Verpflegungsstationen hingesetzt, ein Würstl gegessen und ein Bier getrunken“, erinnert sich Joast. Inzwischen ist es ein beinharter Wettkampf geworden. Eröffnet werden die „Koasalauf“-Rennen mit dem Teambewerb am Donnerstagabend. Am Samstag finden dann die klassischen Wettbewerbe sowie die Bewerbe für die Kinder statt, am Sonntag haben die Skater ihren großen Auftritt.

„In den vergangenen Jahren konnten wir zahlreiche Top-Langläufer in St. Johann begrüßen“, freut sich der OK-Chef. Nicht nur Elite-Läufer aus Österreich nutzen den Lauf gerne als Vorbereitung für Welt- und Europameisterschaften. Auch so mancher Skifahrer, u.a. Stephan Eberharter, schnallte die Langlaufskier beim „Koasa“ an.

Australische Läufer fliegen um die halbe Welt

„Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus insgesamt 23 Nationen. Rund die Hälfte der Läufer stammt aus Deutschland“, schildert Joast. Viele kommen daher nur am Renntag in die Region. Man könne deshalb nie genau sagen, wie viele Starter es werden, weil in Zeiten des Internets die Wettvorhersagen genau angeschaut werden.

Die weitangreistesten Teilnehmer kommen übrigens aus Australien. Doch auch Russen, Skandinavier und Engländer schnallen gerne in St. Johann die Langlaufskier an.

„Die Australier kann man getrost schon als Stammgäste bezeichnen“, sagt Joast, der natürlich hofft, dass das Wetter hält. Pro Tag sind in jedem Fall rund 280 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz. „Das Organisationskomitee besteht aus 15 Personen“, so Joast. Bereits im September beginnen die ersten Vorbereitungen für die Großveranstaltung, bei der auch Soldaten des Bundesheeres im Einsatz sind. „Natürlich bezahlen wir diesen Einsatz“, betont Joast. Insgesamt liegt das Budget für die Veranstaltung bei rund 150.000 Euro. Übrigens wurde der „Koasa“ in all den Jahren nur zwei Mal wegen Schneemangels abgesagt, zwei Mal wurde er ins Pillerseetal verlegt.

Heuer aber finden die Läuferinnen und Läufer perfekte Verhältnisse vor, was natürlich besonders Sigi Joast freut.

Touristiker haben mit Termin keine Freude

Zwar freut sich der Geschäftsführer des Tourismusverbandes, Gernot Riedel, über den Erfolg der Großveranstaltung, allerdings ist der Termin Anfang Februar ein Wermutstropfen für den Touristiker. Ausgerechnet in der Hochsaison, in der sowieso die Betten voll sind, findet der Lauf statt. „Das heißt für uns auch, dass viele Läufer, die von weiter her kommen, bei uns keine Unterkunft mehr bekommen und in andere Regionen ausweichen müssen“,  schildert Riedel. Rund 4.000 bis 5.000 Nächtigungen bringe aber der Lauf in der Region. „Wir haben ja schon viele Gespräche geführt, leider ist der Termin nicht zu ändern“, bedauert der Touristiker. Der Koasalauf ist Mitglied in der Vereinigung der europäischen Volkslang­läufe „Euroloppet“ und muss sich daher an deren Terminkalender halten. Nichtsdestotrotz freuen sich die St. Johanner auf ein Sportfest mit vielen ehrgeizigen Teilnehmern.
Margret Klausner

 
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