26.06.2017
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Kitzbüheler Herbergssuche

Leistbarer Wohnraum ist heiß begehrt, besonders in und um Kitzbühel. Die Vergabe der städtischen Wohnungen wurden in der vergangenen Gemeinderatssitzung zum Politikum.

Kitzbühel | Bei der Gemeinderatssitzung wurden die neuen Vergaberichtlinien für die städtischen Wohnungen beschlossen. Noch engmaschiger und strenger sind die Vorgaben, um eine günstige Wohnung in der Gamsstadt zu bekommen. Doch nicht die Richtlinie sorgte am Montag für eine hitzige und auch emotionale Diskussion in der Kitzbüheler Gemeindestube, sondern ein konkreter Fall, der von UK-Gemeinderätin Marielle Haidacher angesprochen wurde.

In zwei Ausschusssitzungen wurde eine alleinerziehende Mutter für eine Wohnung vorgesehen, jedoch wurde die Vergabe gestoppt und die Mietwerberin von der Liste genommen. Mit einem Antrag wollte nun Haidacher die Wohnungsvergabe für die alleinstehende Mutter herbeiführen. Klare Worte dazu hatte Hedi Haidegger, Obfrau des Ausschusses für Wohnen: „Die Werberin hat die Richtlinien klar nicht erfüllt. Das Wie und Wieso hab ich im Ausschuss erklärt. Im Ausschuss wurde mit 4:1 auch klar gegen die Vergabe gestimmt.“

Während Andrea Watzl ähnlich gelagerte Fälle in die Diskussion einbrachte, zeigte VP-Vizebürgermeister Gerhard Eilenberger einen anderes Aspekt in dieser Diskussion auf: „Es ist keine politische Entscheidung, sondern es fehlen der Mietwerberin einfach die Punkte. Wenn wir jetzt die Wohnung vergeben, dann würden wir genau in das Schema passen, was die UK in ihrem Wahlkampf kritisiert hat, dass ein Geldkoffer reicht, um in Kitzbühel eine Wohnung zu bekommen.“

Kritik an der Arbeitsweise von Haidegger kam von UK-Gemeinderat Thomas Nothegger, der in seiner kurzen Zeit als Referatsleiter eine Digitalisierung einführen wollte. Zudem unterstellte er dem Ausschuss, dass Feuerwehrleute bevorzugt behandelt werden. Diese Kritik ließ Bürgermeister Klaus Winkler aber nicht gelten. „Du hast es selber in der Hand gehabt, dann aber alles hingeschmissen“, richtete Winkler klare Worte an Nothegger. Dem Wunsch nach der Digitalisierung wird Hedi Haidegger nachkommen, wie sie dem Gemeinderat versicherte.

In der Abstimmung sprachen sich neun Gemeinderäte gegen die Vergabe an die Mietwerberin aus, acht befürworteten den Antrag, ein GR war befangen und einer enthielt sich der Stimme. Elisabeth M. Pöll

 
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