03.12.2017
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Kitzbüheler Bauamt ist angezählt

Dem Bauamt geht es an den Kragen. Das Gebäude soll abgerissen und durch ein neues ersetzt werden. Dafür wird jetzt, begleitend vom Land Tirol, ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben.

Kitzbühel | Das Bauamt ist in die Jahre gekommen und sanierungsbedürftig. Dies teilte Bürgermeister Klaus Winkler der Kitzbüheler Bevölkerung bereits bei der Gemeindeversammlung Anfang Oktober mit, am Montag wurde das Thema im Gemeinderat behandelt. „Bauliche Maßnahmen sind notwendig, um den Ablauf einer modernen, bauamtlichen Verwaltung Rechnung zu tragen“, erzählt Winkler und verweist zudem auf die schlechte Gebäudesubstanz. Es sei daher an der Zeit, Überlegungen anzustellen, welche Anforderungen ein neues Gebäude erfüllen muss, da eine Sanierung nicht zielführend sei, erklärt Winkler. Da sich das Bauamt an einem sensiblen Platz befindet, bedarf es auch der Einbindung der Abteilung Dorferneuerung und des Stadt- und Ortsbildschutzbeirates.

Es wurde bereits ein Grundlagenkonzept erarbeitet und nun gilt es unter Federführung des Landes Tirol einen Architektenwettbewerb auszuschreiben und gemeinsam die Grundlagen für dieses Projekt im Vorfeld zu erarbeiten.

Neue Sanierung nicht sinnvoll

Für Stadtbaumeister Stefan Hasenauer ist eine neuerliche Sanierung nicht sinnvoll, da die Statik nicht den Anforderungen entspricht. „Das Gebäude wurde ein Mal bereits saniert. Damals wurden Messpunkte angebracht, die belegen, dass sich das Gebäude bewegt“, erzählt Hasenauer. Zudem treten auch starke Risse auf, was belegt, dass die statischen Voraussetzungen nicht vorhanden sind. Hasenauer führt auch an, dass das Bauamt in seiner jetzigen Form auch die Anforderungen für Barrierefreiheit und Brandschutz nicht erfüllt. Auch die Energieeffizienz lässt zu wünschen übrig. Die Errichtung eines Liftes im Gebäude ist zudem nicht möglich.

Aber auch für die Mitarbeiter stößt das Bauamt an seine Grenze. Für Meldeamt, Bauamt und Archiv ist mittlerweile zu wenig Platz vorhanden.

FPÖ-GR Peter Scheiring regte noch an, dass die Parkplätze vor dem Gebäude künftig den Bürgern für ihre Amtsgänge vorbehalten bleiben sollen.
Der Kitzbüheler Gemeinderat sprach sich einstimmig für die vorgeschlagene Vorgangsweise mit dem Architektenwettbewerb aus. Elisabeth M. Pöll

 
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