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15.06.2019
News  
 

Kitzbühel nun auch ohne Glyphosat

Kitzbühel | Als dritte Gemeinde im Bezirk verzichtet nun auch Kitzbühel auf das Pflanzengift Glyphosat und lässt sich von Greenpeace listen.

Letztes Jahr im Juli war man im Kitzbüheler Gemeinderat noch unschlüssig, ob man auf den Einsatz von  Glyphosat im öffentlichen Raum verzichten kann. Die Gemeinderäte verwiesen den Antrag der FPÖ zur Beratung an den Umweltausschuss, um sämtliche Für und Wider abzuwägen.

Gemeinderat stimmte einstimmig für Verzicht
Die Nachteile von Glyphosat haben wohl schlussendlich doch überwogen, denn Umwelt-
ausschussobmann Gemeinderat Rudi Widmoser (Grüne) stellte letzte Woche in der Gemeinderatssitzung den Antrag erneut zur Abstimmung.
Der Entschluss fiel einstimmig für einen Verzicht auf Glyphosat aus. „Der Bauhof sowie der Stadtgärtner verwenden bereits keine glyphosathaltigen Mittel mehr, wenn wir nun auch auf Drittanbieter verzichten, welche das Herbizid verwenden, können wir Kitzbühel als  glyphosatfrei an Greenpeace melden“, freut sich Widmoser.

Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung
Um als „glyphosatfreie Gemeinde“ bei Greenpeace gelistet zu werden, muss nicht nur auf das Herbizid verzichtet, sondern auch Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung betrieben werden. Hierzu soll in der Stadtzeitung ein Artikel veröffentlicht werden. „Jedem, der durch die Stadt geht, wird es schon aufgefallen sein, dass hier und da Unkraut wächst –das ist ein sichtbares Zeichen, dass wir diese Pestizide nicht mehr verwenden. Ich finde es positiv, dass wir nun zu diesem Entschluss gekommen sind“, so Bürgermeister Klaus Winkler (VP).

Der Verzicht läuft langsam an
Laut Greenpeace setzen derzeit über 700 der 2.095 österreichischen Gemeinden kein Glyphosat mehr für Gemeindearbeiten ein. Greenpeace überprüft die Gemeinden auf freiwilliger Basis regelmäßig (zuletzt im April 2019, laut Homepage).

Fieberbrunn und St. Johann
Die „Glyphosatfrei Landkarte“ von Greenpeace ist nach wie vor im Bezirk sehr dünn besiedelt. Mit Kitzbühel wird nun erst die dritte Gemeinde im Bezirk offiziell glyphosatfrei. Vorreiter war Fieberbrunn. 2017 verbannte St. Johann das Herbizid aus den öffentlichen Flächen. Wie diese Gemeinden beweisen, funktionieren ökologische Alternativen für Glyphosat auch im öffentlichen Raum.

Glyphosat-Landkarte von Greenpeace
Alle glyphosatfreien Gemeinden sind auf der Homepage von Greenpeace einsehbar. Auch weitere Gemeinden im Bezirk verwenden laut eigenen Angaben kein Glyphosat mehr – von Greenpeace listen lassen haben sie sich jedoch (noch) nicht. Johanna Monitzer

Einige Gemeinden im Bezirk verzichten auf Glyphosat. Die „Glyphosatfrei Landkarte“ von Greenpeace wächst aber sehr langsam. Foto: Archiv

 
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