19.01.2018
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Kitzbühel ist das „Home of quattro“

Im zweiten Anlauf hat‘s nun doch geklappt. Kitzbühel Tourismus geht für die nächsten fünf Jahre eine Kooperation mit Audi ein. Eine jährliche Wertschöpfung von einer halben Million Euro sowie mehr als 3.000 Nächtigungen soll die neue Partnerschaft bringen.

Kitzbühel | Seit Dienstag ist er unter Dach und Fach – der Kooperationsvertrag zwischen Kitzbühel Tourismus und dem deutschen Autohersteller Audi.  Wie die Stadtgemeinde brauchte auch Kitzbühel Tourismus zwei Anläufe, um die Verhandlungen innerhalb des Gremiums positiv abzuschließen. „Wir haben bei der Aufsichtsratssitzung am 23. Oktober den Vertrag vorgestellt, aufgrund des Tourismuswahlkampfes kam es aber zu keiner Entscheidung“, erzählt Aufsichtsratsvorsitzender Josef Burger.

Markenwechsel war erforderlich

Im November 2016 teilte die Daimler AG Kitzbühel Tourismus mit, dass aufgrund eines internen Strategiewechsels die mit Ende Juni 2017 auslaufende Sponsorenvereinbarung nicht mehr verlängert werden wird. „Es wurde zwar betont, dass die Zusammenarbeit ausgezeichnet war, jedoch geht die Daimler AG keine Kooperationen mit Tourismusverbänden mehr ein“, erzählt Burger.

Nachdem der Ausstieg von Mercedes bekannt war, startete die Führung von Kitzbühel einen zielgerichteten Auswahlprozess mit einem objektiven Kriterienkatalog. Neben einem dezenten und geschmackvollen Auftreten in Kitzbühel sollte die neue Partnerschaft durch Aktivitäten die touristische Wertschöpfung steigern und nicht zuletzt sollte der Werbeauftritt in Kitzbühel auch angemessen finanziell abgegolten werden.

Mit drei potentiellen Kooperationspartnern wurden Gespräche geführt, doch schon bald stellte sich heraus, dass Audi die Kitzbüheler Kriterien am besten erfüllt. Zudem gibt es sehr gute Erfahrungswerte in Sachen Zusammenarbeit seitens des Kitzbüheler Ski Clubs und der Bergbahn AG Kitzbühel, die beide bereits eine Kooperation mit Audi haben.

Die Kontakte von Tourismus Präsidentin Signe Reisch ermöglichten eine rasche Vertiefung der Gespräche sowie eine detaillierte Planung der werblichen Gegenleistungen. „In sehr gewissenhaften und sorgfältigen, in der Umgangsform stets fairen und von wechselseitiger Wertung geprägten Verhandlungen, konnte schlussendlich ein werthaltiges Kooperationspaket geschnürt werden, dass zum einen Audi eine nachhaltige, dezente und geschmackvolle Markenpräsenz eröffnet und zum anderen für Kitzbühel eine angemessene, finanzielle Gegenleistung bringt“, erzählt AR-Vorsitzender Josef Burger. Gemäß den internationalen Geschäftsgepflogenheiten spricht man nicht über die materielle Entschädigung, diese ist aber selbstverständlicher Bestandteil des Jahresabschlusses von Kitzbühel Tourismus.

Ca. 3.000 zusätzliche Nächtigungen

Von Audi werden auch wertschaffende Angebotsaktivitäten in Kitzbühel organisiert. Der Audi quattro Ski Cup Qualifikation Österreich (heuer zum zweiten Mal) sowie erstmals das Audi quattro werden in Kitzbühel ausgetragen. Mit circa 300 Besuchern rechnet man bei der Audi Driving Experience im Jänner und im August. Geplant ist zudem noch eine Bentley Driving Experience am Mühlnerfeld. Neu im Programm sind auch noch die Audi R8 Touren sowie der Audi quattro Golf Cup. „Wir haben dadurch in Kitzbühel 3.000 Nächtigungen mehr“, erzählt Tourismus Präsidentin Signe Reisch, die die Zahl lieber im unteren Bereich ansetzt und sie dann gerne nach oben korrigiert. „Die Wertschöpfung für Kitzbühel erreicht dabei mehr als eine halbe Million Euro“, ergänzt Josef Burger und verweist auf die schon traditionellen und umfangreichen Gästeeinladungen während des Hahnenkammrennens. Zudem runden wiederkehrende Händlerincentives und Audi-interne Management-Workshops den Bogen der wertschaffenden Aktivitäten durch Audi in Kitzbühel ab.

Die Synergien erleichtern vieles

Die Kitzbüheler ARGE-Partner (Stadtgemeinde Kitzbühel, Kitzbühel Tourismus, Kitzbüheler Ski Club und Bergbahn AG Kitzbühel) haben nun alle den gleichen Mobilitätspartner. „In den vergangenen Jahren waren die Überschneidungen oft schwierig und erforderten viel Korrespondenz, um alle Vertragspartner zufrieden zu stellen“, erzählt Reisch. Nun wurden aber Synergien geschaffen, die ganz Kitzbühel nützen. Zudem wurden für Veranstaltungen wie das Kitzbüheler Tennis Turnier die Möglichkeiten geschaffen, unabhängig vom Kitzbühel-Partner Audi einen Mobilitätspartner nach eigener Wahl zu haben.

„Der Auftritt wird ein zurückhaltender, subtiler sein, niemand will Kitzbühel zu einem Messestand machen“, beruhigt Burger die Kritiker.
Elisabeth M. Pöll

Bild: GF Burgi Leithner, AR-Vorsitzender Josef Burger, Präsidentin Signe Reisch, Präsidentin-Stv. Manfred Hofer, GF Viktoria Veider und Präsidentin-Stv. Joe Dagn bestätigten die Vertragsunterzeichnung mit Audi. Foto: Pöll

 
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