18.05.2018
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Kitzbühel ist Wertschöpfungskaiser

Die Wintersaison ist abgeschlossen und die Zahlen ausgewertet. Kitzbühel Tourismus verbuchte einen Zuwachs von 1,2 Prozent auf 650.698 Nächtigungen und konnte zudem bei der Wertschöpfung deutlich zulegen. Diese stieg um 409 Euro pro Bett auf 15.201 Euro an.

Kitzbühel | „Es war ein spannender Winter mit Höhen und Tiefen“, blickt Signe Reisch, Präsidentin von Kitzbühel Tourismus, auf die vergangenen Monate zurück. Zwar waren die Wintermonate von einer prächtigen Schneedecke geprägt, doch spielte das Wetter den Touristikern nicht so wirklich gut mit. Mehr Kopfzerbrechen bereiten der Führung von Kitzbühel Tourismus aber die Betriebsschließungen. „Im vergangenen Winter haben vier größere Betriebe geschlossen, die in der Zeit von November bis April über 9.600 Nächtigungen brachten“, erzählt Reisch. Insgesamt haben in den letzten Jahren in der Kitzbüheler Tourismusregion 51 Betriebe aufgehört. „Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Vom Eigenbedarf über einen veralterten Betrieb bis zur altersbedingten Schließung reichen hier die Begründungen“, erklärt Signe Reisch und verweist auf die erstmals genauen Analysen des Tourismusverbandes über die Zu- und Rückgänge in den Betrieben. „Dadurch können wir Betriebe bei rückläufigen Zahlen unterstützen und durch die Vermieterakademie das nötige Know-how vermitteln“, erklärt Reisch.

Nächtigungen stiegen um 1,2 Prozent an

Trotz der sinkenden Bettenzahl konnte in den Orten Kitzbühel, Aurach, Jochberg und Reith die Zahl der Nächtigungen nach oben geschraubt werden. Im Vergleich Saison 2016/17 konnte die Nächtigungszahl um 1,2 Prozent auf 650.698 Übernachtungen gesteigert werden. Die Zugewinne aus Österreich (+ 4,8 Prozent), Großbritannien (+ 2,6 Prozent) und den USA (+ 26,5 Prozent) konnten die Rückgänge aus Deutschland (- 2,2 Prozent) und den Niederlanden abfangen. Am deutschen Markt konnte Kitzbühel Tourismus aber bei den Bayern punkten. Hier gab es eine Steigerung von 3,4 Prozent bei den Nächtigungen. Dem Rückgang am deutschen Markt will man mit Marketingschwerpunkten in Nordrhein Westfalen und Norddeutschland, im Besonderen Hamburg, entgegenwirken.

Der niederländische Markt gehörte zu den Kampagnen-Schwerpunkten von Kitzbühel Tourismus. Den Rückgang bei den Nächtigungen von 4,3 Prozent relativert GF Viktoria Veider. „Im ersten Jahr mit der Fokusstrategie für den niederländischen Markt konnte ein Plus von 26,5 Prozent erreicht werden. In der Saison 2016/17 gab es ein Plus von 1,09 Prozent“, erklärt Veider. Zudem fallen die Ferienzeiten in den Niederlanden mit den Kernmärkten Österreich und Deutschland zusammen. Nach der intensiven Bearbeitung im Rahmen der dreijährigen Fokusmarktstrategie wird nun das Engagement für den kommenden Winter demgemäß adaptiert.

Steigerung in der Wertschöpfung

Im Bereich der Wertschöpfung pro Bett konnte Kitzbühel und seine Feriendörfer im vergangenen Winter neuerlich zulegen. Laut der letzten Statistik des MCI (Management Center Innsbruck) ist der Betrag pro Bett in der Gamsstadt um 409 Euro auf 15.201 Euro angestiegen. Mit der Aussage „Wir sind Wertschöpfungskaiser“, brachte es Signe Reisch auf den Punkt. Deutlich Luft nach oben hat Kitzbühel Tourismus bei den Vollbelegungstagen, die derzeit bei 136 liegen. Mit der Strategie 365 will man hier noch zulegen und hofft dafür die Leistungsträger gewinnen zu können. „Wir versuchen hier Impulse zu geben und den vorgeschlagenen Weg zu leben“, ist sich der Vorstand von Kitzbühel Tourismus einig. Positive Beispiele für eine Saisonverlängerung bzw. eine Belebung der Zwischensaison sind das Golffestival oder auch die MICE-Veranstaltungen. Bei letzteren gewinnt Kitzbühel immer mehr an Bedeutung . „Wir haben uns hier eine fundierte Kompetenz erarbeitet“, sagt Signe Reisch.

Strategische Umsetzung in finaler Phase

Einen Ausblick auf die Zukunft gab GF Viktoria Veider. Das Ziel, die begehrteste Ganzjahresdestination in den Alpen zu werden, wird weiter verfolgt. Dazu erfolgt eine strategische Ausrichtung in den Fokusmärkten, die mit einer Produktschwerpunktsvermarktung komplementiert wird. Die Ausrichtung im Winter ist klar auf den Skisport gerichtet, im Sommer gehört Wandern zu den Kernthemen. Dazu wird ein Themenwanderweg geschaffen und auch am Wandergütesiegel wird gearbeitet. Verbesserungen sind auch beim Kartenmaterial angestrebt.

„Kitzbühel ist und bleibt eine Sportstadt, hat aber eine sehr gute Verbindung mit Lifestyle, die Kitzbühel einzigartig macht. Die strategische Umsetzung ist derzeit in der finalen Phase“, schließt Viktoria Veider. Elisabeth M. Pöll

Bild: Geschäftsführerin i. a. Viktoria Veider präsentierte mit Tourismus-Präsidentin Signe Reisch und deren Stellvertreter Manfred Hofer und Joe Dagn (v.l.) die Ergebnisse des Winters und gab einen Ausblick auf den bevorstehenden Sommer. Foto: Pöll

 
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