04.01.2021
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Kitzbühel investiert 9,4 Millionen

In der Gemeinderatssitzung vom 21. Dezember wurde ein Budget in Höhe von 31,755 Millionen Euro für die Stadt Kitzbühel mehrheitlich beschlossen. Im Jahr 2021 sind Investitionen in Höhe von 9,4 Millionen Euro geplant. Projekte wie das „Jugendcafé“, die Dachsanierung am Schulgebäude, die Erschließung von Gemeindegrundstücken sowie die Anschaffung von Grundflächen für die Gewerbeentwicklung stehen auf der Agenda.

Kitzbühel | Die Stadt Kitzbühel blickt wie alle anderen Gemeinden einem spannenden Jahr in Sachen Finanzen entgegen. Wie auch in den anderen Orten ist mit erheblichen Einnahmenausfällen zu rechnen. Das betrifft in erster Linie die Bundesertragsanteile. Hier geht man bei der Stadtgemeinde Kitzbühel von einem Minus in Höhe von einer Million Euro aus.  „Im Bereich der gemeindeeigenen Abgaben, wie Kommunalsteuer usw. rechnen wir ebenfalls mit Rückgängen“, erklärt Bürgermeister Klaus Winkler und verweist auf prognostizierte Kommunalsteuer-Einnahmen für 2021 in Höhe von 5,5 Millionen Euro. (Im Vergleich betrug diese 2019 6,3 Millionen Euro und im Jahr 2020 5,7 Millionen Euro).

Freizeitwohnsitze bringen Einnahmen
Auf der Einnahmenseite bringt die neu eingeführte Freizeitwohnsitzabgabe einen positiven Impuls. Hier erwartet man sich Erträge in Höhe von 600.000 Euro. „Aufgrund der starken Wirtschaftsleistung in der Bauwirtschaft rechnen wir unter anderem mit erheblichen Erschließungsbeiträgen“, führt Winkler weiters aus. Hier geht die Stadt im kommenden Jahr von Einnahmen in Höhe von 880.000 Euro aus, im Vergleich zu 800.000 Euro im Jahr 2020. Positiv auf die Stadtkasse wirken sich auch die Einnahmen  aus Strafgeldern aus, hier wird mit einem Eingang in Höhe von 500.000 Euro gerechnet.
In der operativen Gebarung wird mit einem Überschuss von 989.000 Euro bei einem Budget von 31,755 Millionen Euro gerechnet. Im Vorjahr hatte die Stadt Kitzbühel ein Budget in Höhe von 31,847 Millionen Euro.
„Das Budget ist kein Krisenbudget, sondern zeigt Mut und die Offenheit der Stadt Kitzbühel, die krisengebeutelte Wirtschaft zu unterstützen“, unterstreicht Winkler die Finanzkraft der Stadt Kitzbühel. „Dabei hilft, dass die Stadt in den letzten Jahren gut gearbeitet und deshalb auch Reserven hat.“

Stadt investiert 9,4 Millionen Euro
„Mit einem Investitionsvolumen von über 9,4 Millionen Euro, wovon 5,3 Millionen Euro durch Entnahmen aus Rücklagen und 2,7 Millionen Euro durch Fremdfinanzierung und aus dem laufenden Haushalt bedeckt sind, zeigt die Stadt eine klare Zukunftsstrategie auf“, gibt sich Bürgermeister Winkler optimistisch. „Im Jubiläumsjahr werden Zukunftsprojekte, wie etwa das Jugendcafé (950.000 Euro) genauso realisiert, wie unter anderem auch die Anschaffung von notwendigen Grundflächen zur Gewerbe­entwicklung (4,2 Millionen Euro), Investitionen im Schulgebäude (500.000 Euro) und Erschließung für Gemeindegrundstücke (450.000 Euro).“
„Das vorliegende Budget ist ausgeglichen und zeigt eine dynamische Entwicklung genauso wie auch eine eindeutige soziale Handschrift“, ergänzt Vizebürgermeister Walter Zimmermann. So dürfe zum Beispiel auch die Corona-Unterstützung für Vereine angemerkt werden, womit die Stadt neben den umfangreichen Maßnahmen im Jahr 2020 einen weiteren Schritt für die Einheimischen setzt.

FPÖ übte Kritik am Haushaltsplan
In der Budgetdiskussion ließ FPÖ-Stadtparteiobmann Alexander Gamper kein gutes Haar an der Haushaltsplanung. In seiner Betrachtung betreibt die Stadtgemeinde schon seit Jahren ein reines „Loch-Stopf-Programm“ im Budget, das in seinen Augen nur Resignation und Passivität widerspiegelt. Gamper kritisierte auch die Finanzlage der ausgegliederten Unternehmen wie Sportpark und Altenwohnheim. „Ich erkenne von den Verantwortlichen keine Bemühungen, etwas zu ändern“, sagte Gamper.
Diese Kritik ließen sich die ÖVP-Gemeinderäte nicht gefallen. Für Anni Werlberger, ist es, in Zeiten wie diesen, ein sehr gutes Budget, das auch viele Projekte zur Verschönerung der Stadt zulässt. GR Ludwig Schlechter führte aus, dass die Investition von 4,2 Millionen Euro für Gewerbegründe, ein Schritt in die richtige Richtung ist und Hermann Huber ergänzte, dass die Investitionen in Grundflächen zu 100 Prozent wieder an die Stadt zurückkommen. „Wenn man von einem Budget der Resignation spricht, dann hat man was verschlafen. Es werden viele Projekte für Einheimische umgesetzt“, sagte Andrea Watzl.
„Die Stadt kann es sich leisten und jeder alte Mensch ist es Wert, dass wir möglichst viel in das Altenwohnheim und in den Sozialbereich investieren“, entschärfte Margit Luxner (SPÖ) die Kritik am Altenwohnheim.
Der Haushaltsplan wurde mit 14-Ja-Stimmen, drei Enthaltungen und zwei Gegenstimmen beschlossen. Elisabeth M. Pöll

Bild: Der Kitzbüheler Gemeinderat beschloss mehrheitlich einen Haushaltsplan in Höhe von 31,755 Millionen Euro. 2021 sind Investitionen in Höhe von 9,4 Millionen geplant. Foto: Pöll

 
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