12.06.2017
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„Kitz Air“: Vorgutachten positiv

In Kirchdorf hängt nicht nur der geplante Heli-Landeplatz im Kaiserbachtal in der Warteschleife. Auch die Verfahren für den von der Kitz Air geplanten Heli-Port laufen noch.  

Kirchdorf | Das Thema „Hubschrauber“ ist in Kirchdorf bereits seit längerem ein großes. Zum Einen soll im Rahmen der Attraktivierung des Kaiserbachtals dort ein befestigter Hubschrauberlandeplatz für Rettungseinsätze errichtet werden, zum Anderen plant die Firma „Kitz Air“ in Erpfendorf einen Helikopter-Stützpunkt.

„Die Umweltverträglichkeitsprüfung läuft derzeit“, informiert Besitzer Georg Schuster, der sich vor allem in den letzten Tagen mit massiver Kritik von Seiten des grünen Bezirksparteiobmannes konfrontiert sieht. Zum Einen sieht Helmut Deutinger einen weiteren Heli-Stützpunkt im Bezirk als absolut nicht notwendig, zum Anderen hat er kein Verständnis dafür, „dass für den geplanten Heli-Port ein wertvolles Feuchtgebiet geopfert worden ist.“

Für Georg Schuster kommt diese Kritik mehr als überraschend: „Der geplante Standort ist schon seit Jahren gewidmeter Gewerbegrund und liegt daher keinesfalls in einem Feuchtgebiet.“ Am Gewerbegebiet Brandseitweg seien auch schon mehrere Unternehmen angesiedelt, betont Schuster. Dass die Kitz Air vor allem Personentransporte für betuchte Privatkunden anbieten könnte, ist Deutinger ebenfalls ein Dorn im Auge.

Über 95 Prozent Transporte

„Über 95 Prozent unserer Flüge sind Transportflüge“, kontert Schuster. Seine Auftraggeber seien vorwiegend die Wildbach- und Lawinenverbauung, überdies fliege er auch Aufträge zur Schutzwaldsanierung und ist für Tierbergungen in der Luft. Auch ist er im Katastrophenfall im Einsatz, bei Waldbränden etwa. Gerade in den vergangenen Wochen habe er zwei Mal beim Löschen von Waldbränden mitgeholfen.

Argumente, die bei Helmut Deutinger allerdings nicht ziehen: „Ein Feuchtgebiet kann man in jedem Fall auch wieder zurückwidmen“, meint er. Die Informationen über die Personentransporte habe er auch von einer Anrainerin bekommen. Er rät Schuster dazu, sich woanders einen Platz zu suchen, wo er den Heli-Port bauen kann.

Georg Schuster hingegen zeigt sich optimistisch, dass er den Hangar doch in Erpfendorf bauen kann. „Alle Vorverfahren, die für die UVP notwendig sind, sind positiv verlaufen, auch hinsichtlich Naturschutz.“ Positive Signale gebe es nicht nur von Seiten der Gemeinde, sondern auch von Seiten der Bezirkshauptmannschaft. Das bestätigt auch Bgm. Gerhard Obermüller: „Ich sehe dieses Projekt als Chance für die Entwicklung unserer Gemeinde, vorausgesetzt natürlich, dass alle Auflagen erfüllt werden.“

Länger hinziehen dürfte sich das Genehmigungsverfahren für den Landeplatz im Kaiserbachtal. Martin Hautz, oberster Alpinpolizist und Mitglied im Sicherheitsausschuss hat dazu eine ausführliche Stellungnahme für die Behörde erstellt. Die Vorbereitungen für die Einreichung des Projektes laufen. Der Bau, so heißt es aus dem Tourismusverband und der Gemeinde, wird vermutlich erst 2018 möglich sein.
Margret Klausner

 
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