18.11.2018
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Kirchbergs neuer Ehrenbürger

Mit 30. September wurde dem Hw. Pfarrer Geistlicher Rat Gerhard Erlmoser die Ehrenbürgerschaft der Gemeinde Kirchberg verliehen.

Kirchberg  | Viele Kirchberger wohnten wie berichtet dem Festakt bei, der zu Ehren des beliebten Pfarrers anlässlich seiner Pensionierung sehr feierlich gestaltet wurde. Das Wirken von Pfarrer Gerhard Erlmoser, der 1990 die Nachfolge von Josef Sterr angetreten hatte, bleibt besonders in Kirchberg noch lange gegenwärtig. Die wichtigsten Meilensteine seien hier aufgeführt: Anschaffung einer neuen Kirchenorgel – durch großen Einsatz und Spendenaufrufen an die Bevölkerung gelang die Finanzierung und Anschaffung einer neuen Orgel. Die Fa. Pflügler aus Vorarlberg erhielt den Zuschlag und 1996 konnte das Instrument mit einem großen Orgelkonzert eingeweiht werden. In weiterer Folge gab es etliche Konzerte auf der „Königin der Instrumente“ – die Weihnachtskonzerte in der Kirche sind inzwischen schon Tradition geworden – meistens saß Pfarrer Erlmoser persönlich am Spieltisch.

Sanierung der Kirchangerkapelle

Ein weiterer Meilenstein war die Sanierung der Kirchangerkapelle, deren Wiedereinweihung 2003 stattfand. Ein weiteres großes Vorhaben betraf den Kirchturm – dieser konnte 2005 renoviert und neu gedeckt werden. Im Jahr darauf (2006) erfolgte auch die Neueindeckung eines Großteiles des Kirchendaches. Beides wiederum eine große finanzielle Herausforderung für Pfarre und Gemeinde, welche sich jeweils zu einem Drittel an den Kosten beteiligten. Den dritten Teilbetrag finanzierte die Finanzkammer der Erzdiözese Salzburg. Um die enormen Kosten zu stemmen, wurden mehrere Pfarrfeste und Spendenaktionen organisiert, wiederum unter der bewährten Leitung von Pfarrer Erlmoser. Dass das schöne Gotteshaus auch nachts gut ausschaut, dafür sorgte, so heißt es, dann noch der damalige Bürgermeister Ewald Haller. Er konnte einen Sponsor für eine neue Außenbeleuchtung lukrieren (2007). Die größte Herausforderung für den Herrn Pfarrer bildete sicher die Generalsanierung des Kircheninneren samt Restaurierung der künstlerischen Elemente an Wänden und Decke sowie des Altarraumes. Dabei wurde auch ein neuer Marmorboden gelegt, die Bänke teilweise und die Elektrik komplett erneuert. Auch der Vorplatz wurde umgestaltet. Diese Arbeiten wurden 2014/15 durchgeführt. Die enormen Kosten werden nicht nur dem Pfarrherrn manche schlaflose Nacht verursacht haben. Jedoch bereits ein gutes Jahr später konnte Pfarrer Erlmoser den finanziellen Abschluss des Großprojektes verkünden. Daneben sollte man aber nicht auf die seelsorglichen Aufgaben vergessen. In der ersten Zeit nahm ihm Pater Christian mit der Betreuung der Pfarre Aschau noch einige Aufgaben ab, dieser wurde jedoch nach einiger Zeit in seinen Orden zurückgerufen und somit musste der Pfarrer nun selbst diesen Bereich übernehmen. Von 1996 bis 2010 war Pfarrer Erlmoser zusätzlich für die Pfarre Reith, von 2004 bis 2005 auch noch für die Pfarren Aurach und Jochberg sowie von 2013 bis 2018 für die Pfarre Westendorf zuständig. Zuletzt hatte Pfarrer Erlmoser die Leitung des Pfarrverbandes „Oberes Brixental“, also die Pfarren von Westendorf bis Aschau, inne. Daneben war er  noch im Pastoralrat der Diözese Salzburg vertreten.

Begeisterter Radfahrer

Dass man derart umfangreiche Tätigkeiten nicht alleine stemmen kann, ist eigentlich klar, so hatte er im Laufe der Jahre mehrere Kooperatoren zur Unterstützung: Tobias Giglmayer, Rupert Toferer, Christoph Gmachl-Aher und zuletzt Richard Weyringer, welcher zum Abschied unseres Pfarrers die Festpredigt hielt. Manfred Prodinger war als Diakon und Religionslehrer einige Jahre in Kirchberg tätig. Seit 2017 haben wir wieder einen Diakon in Kirchberg. Christian  Mühlbacher hat diese Aufgabe, derzeit noch neben seinem Brotberuf übernommen.

Pfarrer Gerhard tut auch einiges für sein körperliches Wohl –  er ist ein begeisterter Radfahrer. Leider erlitt er auch einmal einen Unfall, der jedoch relativ glimpflich ausgegangen ist, dank des Sturzhelms. Der Skilauf gehört ebenso zu seinen Leidenschaften, gerne ist Gerhard Erlmoser in seiner spärlichen Freizeit im Skigebiet unterwegs. Im Herbst 2011 musste er sich einer Herz-Bypass-Operation unterziehen, von der er sich jedoch wieder gut erholt hat. Sehr gerne hält er nach wie vor Bergmessen, wie jene am Gr. Rettenstein oder die besonders eindrucksvollen Messen beim Weisenbläsertreffen am Mittagskogel und später am Kitzbüheler Horn.

Erlmoser spürte die Last der Verantwortung für die Pfarrfamilie – nicht zuletzt wegen der Ausweitung der Zuständigkeit auf mehrere Gemeinden – schon seit einiger Zeit und nach inzwischen 28 Jahren in Kirchberg sowie insgesamt 43 Jahren als Priester, wurde ihm auf sein Ersuchen von Erzbischof Franz Lackner nun der verdiente Pensionsantritt genehmigt. Er wird nun im Westendorfer Pfarrhof seinen Ruhestand genießen, wo ihn seine langjährige Köchin Mali Walder weiterhin betreuen wird. Für Aushilfen im Pfarrverband ist der frischgebackene Pensionist nach eigenen Aussagen jedoch weiterhin aktiv im Einsatz.
Johann Schiessl

 
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